Tipps für die Küchenplanung:

Schränke für Topf und Deckel

Wer den Stauraum für eine neue Küche ermitteln will, sollte eine Inventarliste erstellen und den Rat eines Fachmanns einholen.

Unzählige Varianten von Schubladen und Schrankeinlagen machen das Ordnunghalten in der Küche heute einfach.
VDM Unzählige Varianten von Schubladen und Schrankeinlagen machen das Ordnunghalten in der Küche heute einfach.

Die Küche ist eine große Anschaffung. Nur alle paar Jahrzehnte tauscht man diese in der Regel aus – da soll alles hundertprozentig passen. Aber was braucht man eigentlich? Wie viele Ober- und Unterschränke sind sinnvoll? Das kommt darauf an, wie viele Töpfe, Pfannen, Tassen und Teller man besitzt. Und auch der Kinderwunsch spielt eine Rolle.

Wie viel Stauraum zur Aufbewahrung von Geschirr, Vorräten und Küchenutensilien gebraucht wird, lässt sich auf unterschiedliche Weise eingrenzen. Eine gute Grundlage ist eine Liste des Inventars. Je detaillierter diese ist, umso fundierter wird die Planung. Kirk Mangels von der Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche (AMK) rät, mit dieser Liste in der Hand zum Fachhändler zu gehen. „Das benötigte Stauraumvolumen zu ermitteln, ist für den Laien extrem schwierig. Fachhändler können es mit Hilfe von Erfahrungswerten gut einschätzen.“

Aber es gibt Hilfsmittel für den Verbraucher, sich selbst schon mal der Bemessung anzunähern. „Eine gute Orientierung liefern internetbasierte Planungshilfen und Stauraumprogramme“, sagt Ursula Geismann, Sprecherin des Verbandes der deutschen Möbelindustrie in Bad Honnef. Dirk Hellmeier von der Tischlerinnung Berlin rät seinen Kunden, ihren Küchenbestand so konkret wie möglich auszumessen. „Packen Sie den Inhalt aller Schränke und Regale auf einen Tisch oder den Fußboden und sortieren sie dann.“

Kleine Küchenhelfer nicht vergessen

Am besten wird der Bestand in Gruppen wie Koch- und Tischgeschirr, Haushaltsdosen, Handgeräte und Vorräte eingeteilt. Alle sehr selten benutzen Utensilien wie das Fondue-Set bilden eine weitere Kategorie. Und alles, was künftig in einem Keller- oder Hauswirtschaftsraum verstaut wird, kommt zur Seite.

Die Gegenstände werden dann so angeordnet und gestapelt, wie sie später in den Schränken stehen sollen. Dann misst man die Grundfläche und die Höhe und überträgt das auf den Innenraum der künftigen Schränke. Josefa Stegherr vom VerbraucherService Bayern empfiehlt auch die kleinen Teile auszumessen: „Man vergisst leicht Hilfsmittel wie den Schöpflöffel – und ärgert sich später, wenn sich rausstellt, dass dieser zu hoch ist für eine normale Besteckschublade.“

Ist bald Familienzuwachs geplant, hat das Auswirkungen auf das Platzangebot in der Küche. Geismann empfiehlt, für jede zusätzliche Person im Haushalt ein Viertel mehr Stauraum einzuplanen. „Außerdem sollte man Luft nach oben lassen und möglichst einen Schrank mehr einplanen“, sagt sie. „Unserer Erfahrung nach ist die früher übliche Standardbreite von 60 Zentimetern gerade für Kochgeschirr recht unpraktisch“, sagt Hellmeier. Er empfiehlt eine Unterschrankbreite von 80 Zentimetern. Gut für Kochgeschirr sind ausziehbare Eckschränke.

Eine Raumskizze mit Anschlüssen für Wasser und Strom hilft beim Anordnen der künftigen Küchenmöbel. „Dann kocht man am besten in Gedanken ein Menü durch und vollzieht alle Arbeitsschritte räumlich nach“, sagt Stegherr. Auf diese Weise kann der Hobbykoch im Plan alle Gegenstände dort platzieren, wo sie später auch gebraucht werden.

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