Nase auf beim Kauf:

So erkennen Sie Chemie im Spielzeug

Eltern merken im Laden kaum, wie viel Gift in einem Teddy, einer Puppe oder einem Ball steckt. Die Hersteller müssen die Inhaltsstoffe nicht extra ausweisen. Ein paar Alarmsignale gibt es dennoch.

Was stark riecht und schon im Laden abfärbt, sollten Eltern besser nicht einpacken.
dpa Was stark riecht und schon im Laden abfärbt, sollten Eltern besser nicht einpacken.

Produkte, die sehr stark riechen, sollten Eltern lieber im Laden lassen. Ein auffälliger Geruch kann ein Hinweis auf gefährliche Inhaltsstoffe wie Weichmacher oder Nickel sein. Auch ein angenehmer Duft ist kein Qualitätsmerkmal, denn die Hersteller versuchen möglicherweise mit sehr starken Fruchtdüften den schlechten künstlichen Geruch zu übertünchen, erklärt Thomas Oberst vom TÜV Süd.

Rubbeltest kann helfen

Eltern können außerdem mit einem feuchten Taschentuch über das Spielzeug reiben. Löst sich Farbe ab, sollten sie auf jeden Fall die Finger davon lassen, rät der Experte. Absolute Sicherheit können der Riech- und Rubbeltest allerdings nicht geben. Auch ein Produkt, von dem sich der Lack nicht löst, kann gefährliche Inhaltsstoffe enthalten. Und: Jeder Verbraucher empfindet Gerüche anders und Düfte verfliegen, wenn das unverpackte Spielzeug schon länger im Regal steht.

Besser GS-Zeichen als nur CE

Ein Blick auf die Verpackung ist in der Regel auch nicht besonders aufschlussreich, denn die Hersteller müssen die Inhaltsstoffe nicht extra auflisten. Dem Gesetzgeber reicht die sogenannte CE-Kennzeichnung, mit der Hersteller oder Händler garantieren, dass sie sich an die Richtlinien der europäischen Union halten.

Bei der CE-Kennzeichnung handle es sich aber um eine reine Selbstauskunft, warnt Oberst. Er empfiehlt deshalb, auf Qualitätssiegel unabhängiger Organisationen wie das GS-Zeichen für "Geprüfte Sicherheit" zu achten.

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