Tipps für Hausbesitzer:

So sichert man sich gegen Wasserschäden richtig ab

Die Angst vor Feuer ist tief in vielen Köpfen verankert. Statistisch gesehen kommen Wasserschäden aber weitaus häufiger vor. Sie richten jährlich Milliardenschäden an. Nur wenige sind dagegen ausreichend versichert.

Auch wer nicht direkt an einem Fluss wohnt, kann von Überschwemmungen betroffen sein.
Peter Kneffel Auch wer nicht direkt an einem Fluss wohnt, kann von Überschwemmungen betroffen sein.

Überschwemmungen, Gewitter, Starkregen – all dies kommt regelmäßig in Deutschland vor. Doch die Zerstörungskraft des Wassers hat sich im Bewusstsein vieler Versicherter noch nicht festgesetzt.

Gemeinhin gilt Feuer als die größte Bedrohung für das eigene Heim. Nach Berechnungen von Versicherungsmathematikern irrt jedoch hier das Bauchgefühl: Selbst wenn ein Gebäude zwei Kilometer vom Fluss weg liegt, übersteigt das Überschwemmungsrisiko das Risiko eines Feuerausbruchs um das Doppelte.

Nach GDV-Zahlen sind zwischen 90 und 95 Prozent aller Häuser mit einer Wohngebäudeversicherung – etwa gegen Feuer, Sturm und Hagel – versichert. Hingegen sind nur 38 Prozent der Gebäude gegen Elementarschäden wie Hochwasser oder Starkregen mit einer Versicherung abgedeckt. Nur bei Elementarschadenversicherung zahlen die Versicherer für Folgen, die durch Naturereignisse wie Starkregen, Lawinen, Hochwasser oder Erdbeben entstehen. Versicherte können Schutzbausteine zu ihrer Hausrat- oder Gebäude-Versicherung hinzubuchen, um entweder ihr Hab und Gut im Haus oder das Gebäude selbst finanziell abzusichern.

Eine weitere unterschätzte Gefahr lauert zwischen den eigenen vier Wänden. Leitungswasser-Schäden treten nach Berechnungen des GDV sechs Mal häufiger als Feuerschäden auf. Jährlich kommt ein Schaden von insgesamt zwei Milliarden Euro zustande. Nach Zahlen des  Instituts für Schadenverhütung und Schadenforschung hält ein Wasserleitungssystem in einem privaten Haushalt zwischen 30 und 50 Jahre. Statistisch gesehen tritt jedoch alle 15,6 Jahre ein Schaden auf.

 

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