Studie:

So wohnen die Deutschen am liebsten

Wer seine Wohnung ausstatten will, hat die Qual der Wahl - in Möbelhäusern, Katalogen, Prospekten oder Online-Portalen. Doch nicht jeder mag es zu behaglich daheim. Und das eigene Portemonnaie setzt Grenzen.

Frauen mögen es kuschelig in ihrer Wohnung.
Oliver Berg Frauen mögen es kuschelig in ihrer Wohnung.

Kissen für sie, Bücherwand für ihn: Wenn es zu Hause kuschelig ist, fühlen sich zwei Drittel der Frauen wohl. Dagegen mag es nur ein Drittel der Männer derart heimelig. Das geht aus einer aktuellen Wohnstudie des Otto-Versands hervor. Nur fast die Hälfte der Männer und Frauen erlangt den Wohlfühl-Faktor, wenn die Einrichtung klar strukturiert ist.

Bei den vom Meinungsforschungsinstitut TNS für Otto durchgeführten Interviews waren Mehrfachnennungen möglich. Über alle Generationen und beide Geschlechter hinweg ließ sich festhalten: Das Zuhause bedeutet für mehr als drei Viertel der Befragten Geborgenheit, Selbstbestimmtheit, Sicherheit und Gemeinschaft.

Trautes Heim ergo Glück allein? Zumindest in Partnerschaften muss sich „Er“ häufiger damit zufrieden geben, wie „Sie“ das Heim ausstaffiert. Knapp ein Viertel der Frauen in Beziehungen entscheidet dies eher allein, bei den Männern sind es nur fünf Prozent. Für die meisten ist die Möbelwahl aber eine gemeinsame Entscheidung.

Und wenn eine Wohnung trotzdem nicht gemütlich wird? Dann können Wohnpsychologen womöglich helfen, wie zum Beispiel die Hamburger Diplompsychologin Barbara Perfahl. Im Gespräch mit den Bewohnern versucht sie herauszubekommen, warum ein Raum nicht genutzt wird. „Wenn das Wohnideal oder die Wohngeschichte von dem des Partners abweicht, entsteht gern der Paar-Konflikt", sagt sie. Beides müsse angeschaut und daraus die Bedürfnisse abgeleitet werden.

„Und dann gibt es schon mal die Erkenntnis, dass das Ideal vom kühlen Loft nicht dem Bedürfnis nach Behaglichkeit entspricht." Der Wunsch nach Rückzug und Erholung in den vier Wänden sei für Männer und Frauen gleichermaßen einer der wichtigsten, sagt die Psychologin. Und Einrichtung und Gestaltung spiegelten letztlich auch ein bisschen die eigene Persönlichkeit wider.

Mobiliar soll vor allem ansprechend aussehen, praktisch sein und lange halten. Der Preis ist nur für rund die Hälfte der Befragten entscheidend. Das höchste Ausgabe-Budget für Möbel hat mit rund 10 500 Euro ein älteres Paar ohne Kinder, ihr junges Pendant hat rund 6100 Euro zur Verfügung.

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