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Tipps gegen tierische Plagegeister

An den Sommertagen ist man selten alleine zu Hause – es nerven Ameisen, Wespen, Fliegen und Mücken. Wie hält man die Viecher auf Abstand?  

Vorsicht, Stechgefahr!
Karl-Josef Hildenbrand Vorsicht, Stechgefahr!

Wespen

Der größte Fehler bei ihnen ist, sie zu verjagen. Denn fühlen sich die Tiere angegriffen, greifen sie selbst an. Falsch ist es, sich in ihre Flugbahn zu stellen oder hektische Bewegungen zu machen. Julian Heiermann, Zoologe beim Naturschutzbund Deutschland (Nabu), empfiehlt, beim Kaffeekränzchen süße Düfte so gering wie möglich zu halten – also zum Beispiel Kuchen nur stückchenweise rauszubringen.

Fruchtfliegen

Tauchen sie auf, ist das Obst in der Schale überreif. Auch gärende Fruchtsäfte, Wein, Essig oder Bier locken die winzigen Tiere an. Komplett vor Fruchtfliegen schützen kann man sich nicht, erklärt der DSV. Aber ihrer explosionsartigen Vermehrung lässt sich vorbeugen – etwa, indem Obstabfälle im Sommer nicht auf dem Kompost landen, sondern in der stets gut geschlossenen Biomülltonne. Im Haus lagert Obst im Kühlschrank.

Stubenfliegen

Sie sind schwieriger zu fangen, denn ins Haus kommen eigentlich nur erwachsene, besonders flinke Exemplare. Auch hier rät Heiermann zum Abhalten statt zum Vertreiben. Also: am besten ein Fliegennetz an Terrassen- und Balkontür sowie Fenstern installieren.

Stechmücken

Auch sie werden am besten mit Netzen vor Fenstern und Türen abgehalten. Außerdem hilft laut Heiermann das Tragen heller, weiter Kleidung. Nachts geht’s dann nur mit der Suche nach Mücken und einer Fliegenklatsche.

Ameisen

Ein Strich Kreide blockiert ihre Straße zum Haus, erklärt das Pestizid Aktions-Netzwerk (PAN). Den Verkehr auf Ameisenstraßen stören auch Farnkraut, Wachholderblätter, Kerbel, Zitronensaft, Lavendelöl oder -blüten, die den Orientierungssinn der Ameisen beeinflussen. Weitere Alternativen sind Zitronenschalen, Zimtpulver oder Essig. Um Ameisen den Zugang zum Haus aber ganz zu verwehren, müssen Schlupflöcher mit Silikon oder Leim versiegelt werden.