Ausleihen ist in:

Trend zum Teilen und Tauschen

Das Auto oder andere Besitztümer gemeinsam mit dem Nachbarn oder anderen Fahrern zu nutzen, können sich immer mehr Menschen vorstellen.

Autos zu teilen ist in größeren Städten schon zum Alltag geworden.
Jan Woitas Autos zu teilen ist in größeren Städten schon zum Alltag geworden.

Der sogenannte Sharing-Markt für das Tauschen, Teilen und Ausleihen von Waren oder Dienstleistungen wächst – mit spürbaren Folgen beim Verbraucherverhalten. Jeder dritte Bürger in Deutschland (32 Prozent) kann sich laut einer aktuellen Umfrage im Auftrag des Bundesforschungsministeriums vorstellen, eigenes Eigentum zugunsten von Sharing-Angeboten zu reduzieren.

Bei Menschen zwischen 14 und 29 Jahren ist es sogar fast jeder Zweite (47  Prozent), der sich dies „sehr gut“ oder immerhin „eher“ vorstellen kann. Der Anteil der Sharing-Fans nimmt nach Altersgruppen immer weiter ab, bis zu lediglich 25 Prozent bei Menschen über 60. Die repräsentative TNS-Emnid-Befragung für den zweiten „Zukunftsmonitor“ des Ministeriums unter gut 1000 Bürgern zeigt zudem, dass ein erheblicher Teil im Grundsatz eine positive Einstellung etwa zum Sharing von Autos oder Wohnraum hat. 45 Prozent sind der Ansicht, dass die Trends zum Tauschen und Teilen die Gesellschaft positiv verändern werden, 44 Prozent stimmen dem allerdings nicht zu.

Dass Sharing-Angebote zum Schutz der Umwelt beitragen können, meinen zwei von drei Bundesbürgern (66 Prozent), anderer Ansicht sind 26 Prozent. Und 73 Prozent finden, dass Sharing in der Stadt besser funktioniert als auf dem Land. Auch sehr spezielle, noch ungewohnte Sharing-Offerten kommen inzwischen an. So kann sich fast jeder dritte Befragte (30  Prozent) vorstellen, statt eigener Kleidung diese mit einer Art Flatrate für eine bestimmte Zeit in Kaufhäusern oder Märkten zu leihen.

Wieder sind junge Menschen dafür sehr offen, ältere dagegen noch fast gar nicht: 39 Prozent der Befragten zwischen 14 und 29 Jahren können sich eine Bekleidungsausleihe vorstellen, indes nur 29 Prozent der Menschen zwischen 40 und 49 Jahren sowie gerade mal 19 Prozent der Senioren über 60.