Temperaturschwankungen im Frühling:

Was bei wechselhaftem Wetter Pflanzen guttut

Die Temperaturen sind deutlich milder, die Sonne zeigt sich häufiger. Doch die Kälte in der Nacht lässt so manche Pflanze gleich wieder sterben. Das sollten Hobbygärtner deshalb jetzt unternehmen:

Schneeglöckchen sind bereits vielfach zu entdecken. Ihnen machen, entgegen der Befürchtung vieler Hobbygärtner, die leichten Nachtfröste nicht viel aus. Andere Pflanzen dagegen leiden unter den derzeitigen Temperaturschwankungen.
Michael Reichel Schneeglöckchen sind bereits vielfach zu entdecken. Ihnen machen, entgegen der Befürchtung vieler Hobbygärtner, die leichten Nachtfröste nicht viel aus. Andere Pflanzen dagegen leiden unter den derzeitigen Temperaturschwankungen.

Sonnenschutz für Bäume: Manche Gehölze vertragen den Unterschied zwischen den kalten Temperaturen in der Nacht und der ersten Wärme tagsüber nicht. Die Rinde dehnt sich in der Wärme aus, und es bilden sich Spannungsrisse. Durch diese Öffnungen können Bakterien, Pilze und Schädlinge eindringen. Gefährdet sind vor allem junge Obst- und Ziergehölze. Hobbygärtner sollten die Stämme der jungen Bäume zum Schutz mit weißer Farbe anstreichen. Die helle Fläche reflektiert die Sonnenstrahlen, die Rinde erwärmt sich folglich nicht so stark. Die Farbe sollte vom Boden bis zum Kronenansatz des Baumes reichen.

Wasser für Immergrüne: Immergrüne Gehölze verdunsten in der Sonne Wasser –
auch wenn es bitterkalt ist. Ist der Boden aber gefroren, bekommen sie keinen Nachschub. Hobbygärtner sollten Immergrüne an sonnigen Tagen regelmäßig gießen. Daneben schützen sie die Pflanzen, indem sie diese mit Schattiernetzen, Reet- oder Weidematten umstellen.

Pflanzen auspacken: Den zum Schutz vor Frost eingepackten Pflanzen sollte es nicht zu warm unter ihrer Hülle werden. Das ist zum Winterende hin ein Problem: An sonnigen Tagen heizt sich die Luft auf, nachts kann es noch Frost geben. Der Hobbygärtner sollte also auf den Wetterbericht achten und die Pflanzen notfalls für die paar vorfrühlingshaften Tage auspacken. Das Material sollte aber griffbereit bleiben, sollte der Frost – gerade in der Nacht – wiederkommen. Übrigens: Oft treiben unter den schützenden Laubdecken für das Staudenbeet Krokusse, Schneeglöckchen und Märzenbecher aus. Hobbygärtner sollten diese Laubschicht schon jetzt entfernen, denn die zarten Zwiebelblumen kommen nicht immer hindurch, erläutert Wolfgang Härtel vom Bund deutscher Staudengärtner. Will der Hobbygärtner dann noch das Laub entfernen, verletzt er die treibenden Frühblüher.

Keine Sorgen um Schneeglöckchen: Hobbygärtner müssen sich keine Sorgen um zu früh treibende Schneeglöckchen machen. Nach mancher noch kalten Nacht liegen zwar die Stängel wie verwelkt auf der Seite, aber sie richten sich bei wärmeren Temperaturen wieder auf, erklärt die Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Schneeglöckchen, aber auch frühblühende Winterlinge und Gedenkemein haben ein natürliches Frostschutzmittel. Sie konzentrieren ihren Zellsaft durch die Einlagerung von Zucker. Außerdem verringern sie den Wasseranteil in den Zellen. So kann das Wasser in den Pflanzen bei Frost nicht gefrieren oder durch Ausdehnung die Zellen platzen lassen.

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