Viktoria Wischlinsky und Tom Zehbe aus Rostock:

Freitag, der 13., war für sie ein Glückstag

Dieser unvergessliche Tag begann für Viktoria als Schnitzeljagd: Fast 200 Kilometer weiter und einige Stunden später stellte Tom die große Frage. Und sie vergaß erstmal zu antworten.

Viktoria Wischlinsky (25) und Tom Zehbe (26) aus Rostock
privat Viktoria Wischlinsky (25) und Tom Zehbe (26) aus Rostock

2002. Zeit, um auf die Oberschule zu gehen. Zu diesem Zeitpunkt kannten wir uns noch nicht und um ein Haar hätten wir uns womöglich nie kennengelernt. Wir wurden beide nicht bei unserer Wunsch-Oberschule angenommen. Doch sein Vater und meine Mutter kämpften monatelang um einen Platz auf dieser Schule - mit Erfolg. So kam es, dass wir in Parallelklassen gingen und genau seine und meine Klasse jahrelang den Sportunterricht zusammen verbrachten. Freundschaften entstanden so klassenübergreifend, auch bei Tom und mir.

Wir wurden älter. Die ersten Partys wurden gefeiert, Beziehungen kamen und gingen. Man hat viel zusammen unternommen. Und wir? Wir waren einfach nur sehr gute Freunde. Doch 2011 sollte dem ein Ende gesetzt werden. Es war nicht mehr zu leugnen, dass da „irgendwas zwischen uns ist“. Da wir unsere Freundschaft jedoch nicht gefährden wollten, ignorierten wir beide diese Gefühle füreinander. Doch das Knistern, wenn sich unsere Blicke trafen; die Schmetterlinge im Bauch und die ständig gute Laune waren deutlich zu spüren. Weihnachten 2011 gab es dann den ersten Kuss, welchem viele folgten. Seitdem ging alles ganz fix. Im Sommer reisten wir mit der Bahn quer durch Europa und im Herbst zogen wir von Berlin nach Rostock in unsere erste gemeinsame Wohnung, wo wir seitdem leben und jede gemeinsame Minute miteinander genießen.

Eines Morgens – es war Freitag, der 13. – wurde ich wach und Tom war einfach weg. Stattdessen fand ich einen Brief vor, mit dem ein reines Abenteuer begann. Ich packte meine Sachen wie im Brief beschrieben und machte mich fertig. Punkt 9 Uhr wurde ich abgeholt. Nein, nicht von Tom – sondern von einem Freund, der mich „wo hin fahren“ sollte. Dort angekommen, gab er mir zwei weitere Briefe und verschwand einfach. Plötzlich stand Tom hinter mir, ich freute mich so sehr. Wir fuhren nach Hamburg und verbrachten dort viele schöne Stunden. Zum Abend ging es in ein Restaurant.

Nach dem leckerem Essen fragte uns die Kellnerin, ob sie noch ein Foto von uns machen solle. Dazu sagte ich natürlich nicht nein. Doch anstelle eines normalen Fotos, ging Tom auf die Knie und schmückte die Frage „Möchtest du meine Frau werden?“ mit vielen, lieben Worten. Mein ganzer Körper zitterte und ich küsste ihn einfach nur. Erst dann bemerkte ich, dass ich ihm noch gar nicht auf seine Frage geantwortet hatte. Natürlich sagte ich „Ja“!

Wie ich im Nachhinein erfuhr, wussten im Restaurant alle Bescheid und warteten geduldig auf den Moment – das war sehr süß. Seitdem planen wir unsere Hochzeit für den Sommer 2016 und freuen uns, diesen Tag mit der Familie und unseren Freunden zu verbringen.

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