Christine Markus (31) und Swen Rehwald (41) aus Berlin:

Überraschung beim Renovieren

Erst waren sie wie Hund und Katz. Doch dann merkten sie, dass der andere eigentlich viel netter ist als anfangs gedacht. Seitdem sind die Mecklenburgerin und der Hesse unzertrennlich.

Christine Markus (31) und Swen Rehwald (41) aus Berlin
privat Christine Markus (31) und Swen Rehwald (41) aus Berlin

Wir lernten uns Anfang 2014 auf der Arbeit kennen. Man muss schon sagen, dass gleich von Anfang an die Funken flogen – und zwar die richtigen „Mann-Mann-Mann-den-kann-man-doch-niemals-nie-nicht-leiden-Funken“. Kurz umschrieben: Die Redewendung „Wie Hund und Katz” fand hier die reale Bestätigung.

Irgendwann, kurz vor dem Ende des Jahres und während einiger Gespräche und Diskussionen über das Leben und andere wichtige Themen, bemerkten wir dann, dass der jeweils andere vielleicht doch netter ist, als man zu Beginn des Jahres dachte. Damals funkte es dann nochmals – und diesmal richtig. Seither sind wir unzertrennlich. Zwei Tage vor unserem ersten Jahrestag war es dann soweit:

Schon eine Weile waren wir mit der Renovierung unseres Schlafzimmers beschäftigt. Hier ein bisschen Tapete runter, dort ein wenig spachteln, ein paar Stromleitungen ziehen und die Möbel neu lackieren. Das kann ja nicht so lange dauern. Das war der Plan…

Nach langen, langen Wochenenden und vielen kleineren und größeren Pannen war es am 19. Dezember 2015 dann endlich geschafft. Swen malerte die letzten Wände, räumte die Möbel. Alle zwischenzeitlichen Fragen nach dem Wunsch der weiteren Abendgestaltung und nach dem Abendessen wurden immer wieder mit den Worten „Nun lass mich das hier erst mal zu Ende bringen – bevor jetzt nicht endlich alles fertig ist und steht, denke ich an gar nichts anderes.“ beantwortet.

Also blieb die Küche kalt. Irgendwann rief Swen aus dem Zimmer. Wir standen Arm in Arm und schauten uns stolz unser Werk der letzten beiden Monate an. Die ganze Anspannung fiel von uns ab. Dann nahm Swen seinen Mut zusammen, zog eine kleine, viereckige Schachtel aus seiner schmutzigen Malerhose und fragte, ob denn jetzt zum vollständigen Glück nicht noch eine Kleinigkeit fehlen könnte.

Antworten auf diese Frage war nicht möglich, dafür flogen wieder einmal zu viele Funken. Er fragte, ob ich seine Frau werden möchte. Tränenüberströmt brachte ich noch ein „Ja“ raus. Und die weitere Abendgestaltung war nun auch kein Problem mehr – denn Swen hatte bereits das Restaurant, in dem wir unsere erste gemeinsame Verabredung hatten, als Ort des Tagesausklangs vorgesehen.

Seit einem Jahr genießen wir es, verlobt zu sein und planen fleißig unsere Hochzeit. Die richtige Location in Mecklenburg-Vorpommern war schnell gefunden: Eine gebürtige Mecklenburgerin und ein Hesse, die beide Land und Leute mögen, können doch nur in MeckPomm den wichtigsten Tag des Lebens verbringen. Wir zählen die Tage bis zu unserem großen Tag im Juni.