Live-Ticker:

Demo gegen Bahn-Kürzung

Der Protest gegen die Streichung der Südbahn-Linie hat den Landtag erreicht. Protestler aus der Müritz-Region haben sich auf den Weg nach Schwerin gemacht - der Nordkurier war dabei. Was passiert ist, lesen Sie in unserem Live-Ticker.

Carsten Schönebeck Auf der Kundgebung sprechen Vertreter der Bürgerinitiativen, aber auch aus der demokratischen Opposition.

12.30 Uhr, Schwerin: Die Kundgebung ist inzwischen vorbei und die Demonstranten auf dem Rückweg. Ein bisschen erschöpft, aber ziemlich glücklich wirken sie. Die Vertreter der Landesregierung haben sich bis zum Schluß bedeckt gehalten.

11.45 Uhr vor dem Schweriner Schloss: Viel Kritik gibt es jetzt auch an der Bundespolitik. Die Länder bekämen zu wenig Geld für den regionalen Bahnverkehr. Doch wie man die mäßige Auslastung der Südbahn verbessern könnte, da gibt es auch in den Ansprachen wenige Ideen. Allerdings sei die Zukunft des Bahnnetzes auch eine politische Entscheidung für oder gegen den ländlichen Raum.

11.20 Uhr vor dem Schweriner Schloss: Die Demo ist vor dem Landtag angekommen. Hier findet die Kundgebung statt. Es sprechen Vertreter der Bürgerinitiativen, aber auch aus der demokratischen Opposition. Besonders Verkehrsminister Volker Schlotmann bekommt sein Fett weg. Er benehme sich wie ein Großgrundbesitzer, der seinen Untertanen zeigen will, was eine Harke ist. "Das lassen wir mit uns nicht machen."

10.55 Uhr vor der Staatskanzlei: Der Lärm ist ohrenbetäubend. Drinnen in der Staatskanzlei kann man da bestimmt nicht mehr richtig arbeiten. Ein Mitarbeiter soll gleich die gesammelten Unterschriften entgegennehmen. Die Wartezeit überbrücken die Demonstranten mit ihrem Lied von der Mecklenburger Eisenbahn....

10.30 Uhr in Schwerin: Rund 250 Menschen demonstrieren inzwischen auf dem Marienplatz. Vor allem die Berufsschüler sorgen für ordentlich Lärm. Gleich sollte sich der Menschenzug in Bewegung setzen. Dann gehts zum Schloss.

9.42 Uhr in Ludwigslust: Ab hier ist nun wirklich Sonderzug. Alle normalen Reisegäste sind inzwischen ausgestiegen. Es bleiben rund 90 Protestler. In Schwerin werden noch mehr erwartet. Nicht gerechnet wird dort allerdings mit einem Auftauchen von Ministerpräsident Erwin Sellering oder Verkehrsminister Volker Schlotmann. Es macht das Gerücht die Runde, die SPD-Männer seien heute in Berlin bei den Koalitionsverhandlungen beschäftigt.

9.14 Uhr, kurz hinter Parchim: Langsam werden die Liederzettel knapp. Auch in Parchim vergrößert sich die Gruppe noch mal. Eine Schätzung ist jetzt nicht mehr möglich. Ob des großen Andrangs haben sich die Protestler auf mehrere Waggons und Züge aufgeteilt. In knapp 45 Minuten erreicht der erste Zug Schwerin.

8.55 Uhr, kurz hinter Lübz: Jetzt herrscht wirklich Gedränge. Auch aus Lübz haben sich viele auf den Weg gemacht. Zu Begrüßung gibts noch mal Gesang und Schlachtruf. Nur, dass nachher keiner heiser ist...

8.36 Uhr kurz vor Passow: Es werden schon eifrig Schlachtgesänge und -rufe geprobt. Unterdessen organisiert Initiativen-Sprecherin Monika Göpper, wie mit dem großen Andrang umgegangen wird. "In Lübz werden noch mal Viele zusteigen, dann wird es richtig voll", sagt sie. Einige Demonstranten sollen jetzt auf Alternativrouten ausweichen, damit alle heil ankommen. Bis jetzt sitzen gut 60 Leute im Demo-Zug.

8.06 Uhr in Malchow: Die Ostdeutsche Eisenbahngesellschaft hat heute einen zusätzlichen Wagon angeschnallt, um die Demonstranten kostenlos nach Schwerin zu bringen. allerdings drängen in Malchow schon so viele Menschen in den Zug, dass alle Sitzplätze belegt sind. Dabei soll die Gruppe unterwegs noch deutlich größer werden.

7.36 Uhr in Waren: Kurz nach halb acht beginnt die Reise am Warener Bahnhof. Die Bürgerinitiative Pro Schiene hat zur Demonstration vor dem Landtag aufgerufen. Fahrtzeit von der Müritz: Mehr als zwei Stunden. Aus Waren machen sich nur wenige auf die Reise. Kaum überraschend. Nach dem letzten Planungsstand käme die Stadt noch vergleichsweise gut weg. Hier sollen auch weiter Züge fahren.
 

Mit der Bahn zum Landtag. Heute demonstrieren die Mecklenburger gegen die Kürzungen bei der Südbahn. Geht es nach dem Verkehrsministerium, soll die künftig nicht mehr durchgehend fahren. Auch Orte wie Malchow würden damit vom Zugvkehr abgehängt. Der Nordkurier begleitet die Demonstranten aus der Müritz-Region.