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13. Spiel: Hertha BSC Berlin - FC Hansa Rostock 1:1

Hansa unter Druck: Ein Punkt aus zwei Spielen dürfte Coach Marcus Lüder nicht sonderlich gefallen. Sein Pendant Martin Meyer auf der Hertha-Bank sah zwei 1:0-Erfolge seiner Jungs, für diese Art Ergebnisse ist mal der Begriff Minimalismus erfunden worden. Immerhin steuern die Berlin mal wieder unbeirrt dem Halbfinale zu.

Tja, die Jungs haben wohl gestern im Hotel noch ein bisschen zu lange an der Playstation gehangen, zwei Minuten lang wirkt das Spiel ziemlich müde. Doch dann: Berkan Alimler von der alten Dame aus Berlin lässt den Ball die Rostocker Querlatte streicheln – allerdings von oben. Kurz darauf drückt Alimler die Kugel über die Linie, doch die Schiedsrichter hatten zuvor eine Behinderung von Hansa-TorwartFiete Schumacher erkannt.

Jessic Ngankam trägt sich in der 5. Minute in die Tor-Annalen des Knabenturnier ein, er zweitverwertet einen vom Hansa-Torwart abprallenden Ball zum 1:0 für Hertha BSC. Fiete Schumacher im Rostocker Tor bleibt Mittelpunkt des Geschehens, er müht sich redlich, seinen Vorderleuten ein entspanntes Aufbauspiel zu ermöglichen, nur ist das gegen klug und aggressiv pressende Herthanerbubis eben eine einfache Sache nicht.

Thore Böhm bringt in der 9. Minute Hertha-Torwart Tim Gechke ins Spiel, Böhms Schuss stellt aber wenig bis gar keine Gefahr für die knappe Berliner Führung dar. Am Eindribbeln müssen die Rostocker noch üben, einige Ballverluste gehen resultieren aus Verstößen gegen die Turnierregel.

14 Sekunden! Ganze 14 Sekunden haben noch gefehlt, und Hertha BSC hätte das dritte Spiel gewonnen. Doch Michel Ulrich hat andere Pläne: Von halbrechts besitzt er die Nerven und hämmert den Ball unhaltbar direkt ins Berliner Tor hinein. 1:1 endet das Spiel, Hertha kassiert das erste Tor, Hansa wartet weiter auf den ersten Turniersieg.