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29. Spiel: RB Leipzig - Bayer 04 Leverkusen 1:2

Lustigerweise ist dies ein Hallenfußballspiel mit gleich drei beteiligten Mannschaften. RB Leipzig, Leverkusen (beide auf dem Platz), und Hansa Rostock (bangend neben dem Spielfeld). Die Turnierarithmetik ist jetzt relativ simpel: Holt Leverkusen auch nur einen einzigen Punkt, durch ein Unentschieden zum Beispiel, schafft es Hansa nicht ins Halbfinale. Verliert Bayer, ist Hansa weiter.

Eine Minute rum, Eckball Leverkusen, verpufft. Bayer weiter stürmisch, Klaus Songue öffnet kurz seine Hallenfußballtechnikschatzkiste und düpiert zwei Leipziger auf einmal. Doch der resultierende Torschuss: verpufft. Drei Minuten rum, Leipzig greift an, Tom Krauß mit einem Drehschuss, aber auch er verpufft.

Zünden tut dagegen in der 4. Minute ein RB-Angriff, den Lukas Peter zum 1:0 für Leipzig abschließt. Der Herr Peter setzt sogleich nach und zwingt Bayer-Torwart Alexander Preloznik zu einer prächtigen Parade. Aktueller Zwischenstand im Tabellenfernduell: Hansa 2., Leverkusen 3.

Noch fünf Minuten. Die Leipziger sind zwar körperlich unterlegen, gleichen diesen Malus aber durch Kampf- und Mannschaftsgeist aus. Momentan wirkt es so, als könnte das Bayer-Team Suchmaschinen noch und nöcher bemühen, sie würden keine Lücke im vielfüßrigen RB-Abwehrverbund finden.

Ömer Tokac! Ein Wahnsinnstor! Er dreht sich auf dem Ball, er dreht sich mit dem Ball, und irgendwann ist die halbe Leipziger Verteidigung total verdreht und verknotet, und der Oberdreher Ömer Tokac trifft genüsslich zum 1:1-Ausgleich. Keine zwei Minuten später schnürt Ömer Tokac den Halbfinal-Sack wohl endgültig zu, sein 2:1 90 Sekunden vor Abpfiff ist – und das weiß auch der jetzt ordentlich jubelnde Leverkusener Trainer Slawomir Czarniecki – das Ticket zur Runde der letzten Vier.

Mit Ach und Krach spielt sich der Titelverteidiger aus Leverkusen eine Runde weiter, dort trifft man auf den Sieger der gleich folgenden Partie Hoffenheim gegen Bayern München.