Fußball-Knabenturnier:

Jung-Borussen in großen Fußstapfen von Götze & Co.

Gary Gordon geht mit der Zeit. Per Facebook lässt der Trainer von Borussia Dortmunds U13 seine rund 1000 „Freunde“ mal eben wissen, was in der Nachwuchsabteilung des Vereins so alles passiert. Ganz nebenbei bekommen auf diese Art die „Angeschlossenen“ alle Informationen über das Knabenturnier des Nordkurier.

Die Dortmunder (hier in Gelb) haben einen guten Turnierruf zu verteidigen.
Die Dortmunder (hier in Gelb) haben einen guten Turnierruf zu verteidigen.

 „Ich spüre, dass das Interesse groß ist an unserer Arbeit. Schließlich sind wir der amtierende deutsche Meister. Da guckt man schon hin, was in der Talenteschmiede passiert. Und das Turnier in Neubrandenburg hat einen guten Ruf“, bekennt Gary Gordon. Selbstbewusst fügt er hinzu: „Natürlich fahren wir dahin, um zu gewinnen. Diesen Anspruch hat ein Verein wie unserer immer.“

Zu gesundem Selbstbewusstsein hat der Mann auch allen Grund: Schließlich haben gleich mehrere der einstigen Talente, die durch die „Kinderstube“ der Borussia gegangen sind, in den letzten Jahren für dicke Schlagzeilen gesorgt. Marco Reus, Mario Götze und auch Kevin Großkreutz haben bei Gordon und den anderen Trainern im BVB-Nachwuchs gewirbelt und das Rüstzeug erhalten. „Heute stehen sie im internationalen Rampenlicht“, erzählt Gordon. Der Dortmunder Jugendstil ist dafür verantwortlich, dass zuletzt zwei Meisterschaften in Folge am Borsigplatz gefeiert wurden. Und in diesem Jahr haben die Schwarz-Gelben Europa ins Visier genommen. Reus und Co. lehren die internationale Club-Prominenz das Fürchten. Real, Manchester City, Ajax Amsterdam – egal, der schwarz-gelbe Express ist kaum zu stoppen.

„Schön, dass die Jungs nicht abgehoben haben"

Und einen großen Anteil daran haben eben auch die Männer im Talente-„Schuppen“ der Borussia, wie Gary Gordon, der sich immer wieder freut, wenn seine einstigen Schützlinge zu den Wurzeln zurückkehren. „Schön, dass die Jungs nicht abgehoben haben, die wissen wo sie herkommen“, meint Gordon. Vor dem Knabenturnier wird er die Zusatzmotivation eines Kabinenbesuchs der Vorzeige-Borussen in Anspruch nehmen. „Damit die Kleinen sehen, was hier möglich ist. Wen das dann nicht motiviert, dem kann ich auch nicht helfen.“

Vom aktuellen Knabenturnierjahrgang der Borussia will sich Gary Gordon gerne überraschen lassen. „Die sind in ihrer Leistung noch etwas wankelmütig. Aber ich glaube, wir bringen wieder ein starkes Team auf die Spielfläche in Neubrandenburg“, so Gordon. Erprobt haben sich die Jungs um Kapitän Paul Besong bei internationalen Felderturnieren. Chelsea, Barcelona – so hießen da die Gegner: „Man hat gesehen, die Burschen können mithalten. Aber das Knabenturnier wird noch einmal ein weiterer Test. Da werden wir sehen, wer unbedingt gewinnen will, auch in einer Drucksituation.
Wenn man so will, ist das ein echter Charaktertest. Denn, vor 3000 Zuschauern muss man erst einmal klarkommen. Ich bin gespannt, wie sich die Jungs präsentieren“, hofft Gordon, dass sein Team erneut eine gute Rolle spielen kann. Und geht offensiv an die Aufgabe heran: „Unter die besten Vier wollen wir schon kommen – als Minimalziel.“

Borussia hat durchaus einen Turnier-Ruf zu verteidigen: Dortmund gehörte nach der Wende immer zu den Favoriten. Bereits vier Mal standen die Jung-Borussen ganz oben auf dem Turnierpodest. Im vergangenen Jahr gab es ja fast einen kleinen Borussia-„Hänger“: Nur Platz fünf. „Na, da haben wir ja was gut- zumachen“, zieht Gordon daraus lächelnd Motivation.

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