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Knabenturnier-Helfer und großer Sportfan

Das Ehepaar Wolf ist viel herumgekommen in Sachen Sport. Ob als Stammgast beim Speedway in Pardubice, wo Marianne und Ulrich Wolf seit 1979 alljährlich das Goldhelmrennen besuchen, beim Wettbewerb der Stahlschuh-Asse in Kopenhagen oder als „Zaungast“ – dies seit 1952 – beim Teterower Bergringrennen oder oder oder … Gerade für den Fußball und den Bahnsport ist die Begeisterung groß bei der einstigen Turnerin und Leichtathletin und dem Ex-Kicker, der früher für Motor Nord und die Sirokko-Elf in der Viertorestadt die Töppen schnürte.

Ulrich Wolf, der seit 1971 ehrenamtlich beim Fußball-Knabenturnier des Nordkurier mitwirkt, feierte gestern seinen 75. Geburtstag. [RS_CREDIT] Foto: rb
RB Ulrich Wolf, der seit 1971 ehrenamtlich beim Fußball-Knabenturnier des Nordkurier mitwirkt, feierte gestern seinen 75. Geburtstag.

Aber nicht nur unter den jubelnden Fans kann man die Wolfs finden. Seit 1971 macht Ulrich Wolf, der gestern seinen 75. Geburtstag feierte, beim Fußball-Knabenturnier des Nordkurier im Org.-Team beziehungsweise in der Turnierleitung mit. Für die Statistik und später für die Finanzen war und ist der Maschinenbauingenieur mit verantwortlich; seit 1990 unterstützt von seiner Ehefrau, die nach der Lehre als Versicherungskauffrau viele Jahre als Buchhalterin tätig war.
„Wenn man erlebt, wie die kleinen 11- und 12-jährigen Fußballer 3000 Zuschauer im Jahnsportforum begeistern, selbst einen Tag lang Feuer und Flamme sind – dann weiß man, dass keine Mühe vergeblich war, um diese Veranstaltung auf die Beine zu stellen“, meint der gebürtige Neubrandenburger. „Ob Tränen der Trauer kullern oder die Augen nach dem gewonnenen Finale glänzen, diese sehr ehrlichen Gefühlsregungen berühren mich jedes Mal.“
Interessant sei, so Ulrich Wolf, bei einigen die weitere Karriere zu verfolgen. „Viele, die in Neubrandenburg bester Techniker, bester Torwart oder Torschützenkönig waren, sind später ihren Weg gegangen – ob Borowski, Sammer, Ulreich oder Kroos.“ Das sei das Schöne am Sport, sagt der gelernte Landmaschinenschlosser, dass er die Menschen zusammenbringe, unterhalte und einmalige Erlebnisse schaffe. Besonders gern erinnert sich der 75-Jährige an 1991. Damals war Uwe Seeler Ehrengast beim Knabenturnier. „Seeler und ich hatten Zeit für ein kleines Gespräch. Da habe ich gemerkt, wie bescheiden dieser Mann ist. Ich glaube, das macht die Größe solcher Idole aus – ob beim Fußball oder Bahnsport –, dass sie im Grunde genommen sehr ehrliche und fleißige Arbeiter sind. Wenn ich solche Männer erlebe, dann wünsche ich mir, dass die Knabenfußballer später auf dem Höhepunkt ihrer Karriere auch nie vergessen, wo ihre Wurzeln waren.“