Fußball-Knabenturnier:

Sohn vom „Fußball-Kaiser“ freut sich auf Budenzauber

Es ist nicht die typische Art des FC Bayern München, aber es handelt sich auch um den Nachwuchs des deutschen Rekordmeisters: Die U13 des FCB gibt sich vor dem 47. Knabenturnier des Nordkurier äußerst bescheiden. „Wir wollen in Neubrandenburg ordentlichen Fußball spielen“, sagt Stephan Beckenbauer.

Die Bayern im Angriff beim 46. Knabenturnier 2012.
Die Bayern im Angriff beim 46. Knabenturnier 2012.

Der Sohn von Deutschlands „Fußball-Kaiser Franz“ betreut die Junioren in dieser Saison und erklärt, warum er seine Jungs nicht zum Kreis der Favoriten zählt. „Allein von der Physis her werden wir Nachteile haben, die Mannschaft ist, was die Körpergröße angeht, sehr klein.“ Zudem werde man sich in diesem Winter nicht speziell auf den Hallenfußball vorbereiten, das Augenmerk legen die Verantwortlichen auf das Training unter freiem Himmel. Und dafür haben die Steppkes des FC Bayern in München ja bekanntlich beste Voraussetzungen.

Besuch in Neubrandenburg ist das einzige Hallenturnier

„Ich weiß aber, dass sich andere Vereine ganz konkret auf das Knabenturnier vorbereiten. Für uns wird das Turnier in Neubrandenburg das einzige Hallenturnier in diesem Winter sein“, sagt Beckenbauer.

Für seine Schützlinge sei Hallenfußball diesmal wirklich absolutes Neuland, man komme ohne jegliche Erfahrung auf dem Parkett. Freuen dürfen sich die Fans im Jahnsportforum auf jeden Fall auf bestens ausgebildete Fußballer in den Reihen des FCB. „Spielerisch haben wir natürlich das Potenzial, in Neubrandenburg mitzuspielen. In der Mannschaft gibt es richtig gute Fußballer, die durchaus das Zeug für mehr haben“, sagt der Trainer, der das zweite Mal als verantwortlicher Bayern-Trainer beim Knabenturnier zu Gast ist: „Ich war vor 13 Jahren dabei. Ich habe gehört, dass sich in Sachen Zuschauer und Stimmung nichts verändert hat.“

Auf die für ein Nachwuchsturnier gewaltige Zuschauerkulisse wird er seine Spieler noch einstellen müssen. „Ich bin mir sicher, dass sie mit großen Augen in der Halle stehen werden. Es wird für meine Jungs insgesamt ein großes Erlebnis. Schon allein, dass sie mit dem Flugzeug zu einem Turnier fliegen, ist ja nicht alltäglich“, sagt der einstige Bundesligaspieler. Der FC Bayern München komme gern nach Neubrandenburg, habe die Einladung des Nordkurier sehr gern angenommen. „Für die Spieler ist es ja etwas Besonderes, gegen Mannschaften wie Borussia Dortmund, Werder Bremen oder den VfB Stuttgart spielen zu können“, sagt Stephan Beckenbauer.

Daheim gibt's sozusagen eine eigene Liga für die Bayern

In ihrer heimischen Liga heißen die Gegner Ingolstadt oder Nürnberg. Mit diesen beiden Clubs und einigen anderen Vereinen hat der FC Bayern sozusagen eine eigene Liga gegründet, die außerhalb des Deutschen Fußball Bundes (DFB) steht. „Es macht keinen Sinn, im Punktspielbetrieb bei uns mitzuspielen, da gewinnen wir alle Spiele mit 14 oder 15:0. Deshalb haben wir uns zu diesem Schritt entschlossen“, erklärt der 46-Jährige.

Er selbst weiß, dass er im Neubrandenburger Jahnsportforum im Fokus stehen wird – als Sohn von Franz Beckenbauer kann sich Stephan Beckenbauer dagegen wohl auch nicht wehren. „Das ist schon in Ordnung. Ich bin ja mittlerweile um einiges älter, weiß damit umzugehen“, sagt er mit einem Schmunzeln.

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