Fußball-Knabenturnier:

Stuttgarter VfB-Buben träumen vom Halbfinale

Gut möglich, dass es sich um Schwaben-Buben handelt, wenn den Zuschauern beim 47. Fußball-Knabenturnier des Nordkurier am 5. Januar Jungen nicht allein durch tollen Fußball, sondern auch mit vorbildlichem Auftreten auffallen.

Im Jahr 2008 begeisterte Serge Gnabry (Mitte) noch als Knabenturnier-Spieler des  VfB Stuttgart. Mittlerweile ist er Profi beim FC Arsenal London.
Im Jahr 2008 begeisterte Serge Gnabry (Mitte) noch als Knabenturnier-Spieler des VfB Stuttgart. Mittlerweile ist er Profi beim FC Arsenal London.

 „Es ist uns beim VfB Stuttgart sehr wichtig, dass sich der Nachwuchs neben dem Sportlichen auch in puncto Charakter entwickelt“, erzählt Trainer Domenico Tedesco von der sogenannten „Säule-Ausbildung der Persönlichkeit“. Höflichkeit, Respekt, Toleranz, Bodenständigkeit. – „Solche Werte sollen vermittelt werden.“

Wie gut die Jung-Stuttgarter mit dem Ball umzugehen verstehen, weiß man in Neubrandenburg spätestens seit deren Knabenturnier-Premiere 2001. Viele Talente aus dem „Ländle“ zeigten seither im Jahnsportforum, was sie auf dem Kasten haben. Eine Menge. Nicht wenige sind mittlerweile dick im Profi-Geschäft.

Jüngstes Beispiel: Serge Gnabry, der vom FC Arsenal London verpflichtet worden ist. Über den schrieb der Nordkurier nach dem 41. Knabenturnier-Auflage 2007: „Übrigens, der Gnabry gehörte zu den jüngsten Turnier-Startern und darf im Januar 2008 erneut zum großen Neubrandenburg-Ereignis. Allein der lohnt das Wiederkommen.“ Was sich als guter Rat erwies, denn im Jahr darauf hielt der Klein-Könner den Pokal in den Händen.

Schon ihr Debüt brachte den Turniergewinn

Schon ihr 2001er-Debüt bei der Traditionsveranstaltung brachte den VfBlern den Turniergewinn. Weitere Cup-Coups folgten 2008 und 2011. Mit einem erneuten Triumph können die Stuttgarter in der Nachwende-Wertung nun sogar mit den Spitzenreitern Neubrandenburg und Borussia Dortmund gleichziehen.

So weit will Domenico Tedesco nicht vorausdenken. „Vor hochkarätig besetzten Turnieren wie diesem eine Prognose abzugeben ist sehr schwer. Na klar, der Halbfinal-Einzug wäre ein Traum“, sagt der 27-Jährige, der im fünften Jahr Junioren-Tainer beim VfB Stuttgart und im Job Wirtschaftsingenieur ist.

Zum stimmungsvollen Hallen-Kick am Tollensesee kommt er übrigens wie seine Schützlinge als ein Neuling. Gut ein Jahrzehnt leitete hier Klaus Hubrich die U13-Junioren des VfB, vor wenigen Monaten übernahm Tedesco mit „Co“ Michael Weiß die Mannschaft. „Wir alle haben natürlich schon viel über die beeindruckende Kulisse beim Knabenturnier gehört und freuen uns tierisch darauf.“ Zumal Domenico Tedescos jüngerer Bruder Umberto nunmehr 20 Jahre alt und beim SC Freiburg II unter Vertrag einst im Jahnsportforum mitwirbelte und als Torjäger für Furore sorgte.

Nun die Herausforderung 2013: Dass der VfB Stuttgart in der Staffelrunde eine „Hammergruppe“ mit dem 1. FC Neubrandenburg 04, Borussia Dortmund, Werder Bremen, der TSG Hoffenheim und Bayern München erwischt hat, findet der Trainer „einfach super. Von uns wird von Anbeginn Fußball auf hohem Niveau gefordert“.