Großeinsatz in Chemnitz:

Verdacht auf Sprengstoffanschlag

Wegen eines möglichen Sprengstoffanschlags läuft seit dem Morgen ein Großeinsatz der Polizei in einem Chemnitzer Plattenbauviertel.

Bernd März Sprengstoffeinsatz in Chemnitz

Ein möglicherweise geplanter Sprengstoffanschlag hat am Samstag einen Großeinsatz der Polizei in einem Chemnitzer Plattenbauviertel ausgelöst. "Es besteht der Verdacht der Vorbereitung eines Sprengstoffanschlags", sagte eine Sprecherin des Landeskriminalamtes in Dresden. Ein Haus im Fritz-Heckert-Wohngebiet wurde evakuiert, eine Wohnung von Einsatzkräften gestürmt. Eine Explosion, die dabei zu hören war, war Teil der Zugriffsmaßnahme, wie die Polizei auf Twitter berichtete. Dabei wurde ein gesuchter Verdächtiger offensichtlich nicht gefasst.

Mehrere Hundert Gramm Sprengstoff gefunden

Die Polizei in Chemnitz hat bei ihrem Anti-Terror-Einsatz in der Wohnung mehrere Hundert Gramm Sprengstoff gefunden. Das sagte ein Sprecher des Landeskriminalamts am Samstag. "Das ist kein Spaß mehr", sagte er. Am Nachmittag wurden zudem drei Verdächtige festgenommen. Die Männer stehen im Verdacht, Kontakt zu dem flüchtigen Hauptverdächtigen, einem 22-jährigen Syrer, gehabt zu haben, wie das Landeskriminalamt berichtete. Die Männer würden nun befragt.

Zwei der Festgenommenen wurden am Hauptbahnhof gefasst, einer in der Plattenbausiedlung. Rund um den Bahnhof gebe es Sperrungen.