Marco Sproßmann und Katja Voss:

Verlobung bei minus 18 Grad

Marco und Katja kennen sich schon lange. Ihre Liebe überstand auch eine längere Fernbeziehung. Für den Antrag zog es beide nach Sachsen, vor die Moritzburg. Im Fackelschein stellte Marco die entscheidende Frage.

Marco Sproßmann und Katja Voss
privat Marco Sproßmann und Katja Voss

Es begann vor zehn Jahren. Wir haben uns über Freunde kennengelernt. Als wir ein Paar wurden, war er 17 und ich 13 Jahre alt. In dieser Zeit haben wir schon einiges durchgestanden und hatten auch unsere Höhen und Tiefen. Nach seiner Ausbildung ist Marco nach Wolfsburg gezogen. Ich bin auch erst mal nach Rostock gezogen, um meine Ausbildung zu absolvieren. Das bedeutete dann erst mal fünf Jahre Fernbeziehung für uns. Aber auch diese Zeit haben wir zusammen gemeistert. Im Februar 2013 bin ich dann zu ihm nach Wolfsburg gezogen.

Im Januar 2014 haben wir Marcos Schwester in Moritzburg (bei Dresden) besucht. Es war ein herrliches Winterwochenende. Das erste Mal richtig Schnee und klirrekalt. Dort wollte ich unbedingt die Aschenbrödel-Ausstellung im berühmten Schloss Moritzburg sehen. Am Abend gingen wir dann zum Winterfest am Fasanenschlösschen. Wir zogen uns dick an, da draußen minus 18 Grad herrschten und liefen durch das verschneite Moritzburg. Es war so kalt, dass sämtliche technischen Geräte, Handys und Kameras, ausfielen. Am Fasanenschlösschen war einiges los. Es gab Lagerfeuer und Knüppelkuchen, Feuerspucker und vieles mehr. Ungefähr 5 Stunden waren wir an diesem Abend draußen in der Kälte. Zum Abschluss der Veranstaltung gab es ein traumhaftes Feuerwerk. Es war wirklich ein bis dahin schon perfekter Tag. Zurück durch die Stadt ging es dann sehr romantisch mit Fackeln in der Hand.

Die Schwester meines Freundes meinte mehrmals am Abend: „Wir müssen später unbedingt noch mal zum Schloss gehen. Es ist so schön dort, wenn niemand da ist und alles so schön beleuchtet ist.“ Ich dachte nur: „Was will sie immer beim Schloss? Es ist verdammt kalt…da können wir auch morgen noch hingehen.“ Aber gut…
Wir sind also auf dem Rückweg noch mal zum Schloss gegangen. Wer es kennt, weiß, dass man durch ein Tor die lange Einfahrt hochgeht. Meine Schwägerin in spe und ihr Freund trödelten hinter uns und blieben irgendwann ganz stehen. Ich habe mich kurz gewundert, aber mir nichts weiter dabei gedacht. Mein Freund und ich gingen weiter bis auf den großen Platz direkt vor dem Schlosseingang. Es war wunderschön dort. Das Schloss war beleuchtet, Moritzburg glitzerte unter der Schneedecke, es war knackig kalt und wir waren ganz allein. Mein Freund nahm mich in den Arm und schaute mir tief in die Augen. Es war alles so still um uns herum. Dann, völlig aus dem Nichts, stellte er DIE Frage: „Schatz, willst du meine Frau werden?“ (Der große Redner war er noch nie)

Ich habe das im ersten Moment gar nicht realisiert. Aber dann kam eins nach dem anderen. Das Schloss, warum seine Schwester unbedingt noch einmal hierher wollte und dann so trödelte…. Ich habe Marco angesehen und unter Tränen „Ja“ gesagt. Er hat es erst gar nicht verstanden, weil ich so geschluchzt habe… Dann zog er aus den Tiefen seiner Jacke eine kleine Schatulle mit einem Ring hervor, was gar nicht so einfach war, da wir die Fackeln noch in der Hand hielten und er Fausthandschuhe anhatte.
Ich war in dem Moment so überglücklich. Trotz der minus 18 Grad… Aber die Kälte habe ich gar nicht gespürt. Mir war so warm ums Herz… Hier in dem verschneiten Moritzburg, vor dem berühmten Schloss, in dem „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ gedreht wurde, haben wir uns verlobt. Es war unbeschreiblich…

 

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