Konzert der Nordkurier-Sinfoniker:

Weitere Informationen zu den Sinfonien

Beim Konzert der Nordkurier-Sinfoniker am 3. Dezember in der Konzertkirche Neubrandenburg stehen drei Sinfonien zur Auswahl.

Die Leser des Nordkurier entscheiden in einer Abstimmung, welche der drei folgenden Sinfonien beim Konzert gespielt werden.
Hier können Sie abstimmen.

Robert Schumann, 3. Sinfonie Es-Dur op. 97

Robert Schumann (8.6.1810 – 29.7.1856) zählt heute zu den bedeutendsten Komponisten der Romantik. Weniger bekannt ist er uns als Dirigent und Literat. Wobei der 24-jährige Schumann 1834 seine „Neue Zeitschrift für Musik“ gründete und als Rezensent und Musikwissenschaftler durch seine scharfsinnige, aber immer poetische Kritik und seinen Einsatz für Neues und Zukunftsträchtiges Maßstäbe setzte.

Seine dritte Sinfonie Es-Dur op. 97 trägt die Bezeichnung „Rheinische Sinfonie“ und entstand zwischen dem 7. November und 9. Dezember 1850. Kurz zuvor waren die Schumanns von Dresden nach Düsseldorf gezogen, ein Wechsel, der besonders Robert Schumann in eine euphorische Stimmung versetzte. Diese lebensfrohe Grundstimmung prägten die einzelnen Sätze der zugänglichen, lebhaften und feierlichen Sinfonie.

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Johannes Brahms, Symphonie Nr. 2, D-Dur, op. 73

Der deutsche Komponist, Dirigent und Pianist Johannes Brahms (7.5.1833 - 3.4.1897) schuf zahlreiche Werke, die vorwiegend der Hochromantik zugeordnet werden, allerdings in klassische Formen notiert wurden. Diese Kombination aus „romantischem“ Inhalt und „klassischer“ Form ist ein besonderes Merkmal seiner Werke. Die Vorstellung vom verschlossenen und ernsten Brahms mit seiner schwermütigen Musik ist sehr verbreitet. Doch gibt es auch Werke, wie beispielsweise seine zweite Sinfonie, in denen Freude und Frohsinn zum Ausdruck gebracht werden. Nachdem Brahms 14 Jahre für seine erste Sinfonie beanspruchte, komponierte er seine zweite, melodienreiche Sinfonie in nur wenigen Wochen während eines Sommerurlaubs in Pörtschach am Wörthersee, glücklich inspiriert von seiner Umgebung. Die Uraufführung folgte noch im selben Jahr in Wien, wo diese lyrische und von liedhafter Melodik durchströmt Sinfonie vom Publikum gefeiert wurde.

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Felix Mendelssohn Bartholdy, Sinfonie Nr. 4 in A-Dur op. 90, „Italienische“

Felix Mendelssohn Bartholdy (3.2.1809 – 4.11.1847) war ebenso ein deutscher Komponist der zur Epoche der Romantik gezählt wird. Neben der Komposition konnte er als Dirigent neue, bis heute relevante Maßstäbe setzten.

Im Mai 1830 machte sich Mendelssohn mit Goethes „Italienische Reise“ in den Händen zu einer Studienfahrt nach Italien auf, die knapp zwei Jahre dauern sollte. Die Reiseroute führte über Venedig, Florenz, Rom, Neapel, Pompeji, Genua und Mailand. Unter den vielfältigen Eindrücken begann Mendelssohn die Sinfonie zu konzipieren, die er dann 1832/33 in Berlin vollendete. In einem Brief kündigte er diese leichte Sinfonie mit südländischen Charakter als das „lustigste Stück, das ich je gemacht habe“ an. Obwohl diese Sinfonie vom Publikum und auch von seinen Kritikern bejubelt wurde, nahm Mendelssohn das Werk für eine Revision zurück, an der er im Sommer 1834 arbeitete, die er jedoch nie abschloss. Heute wird die chronologisch letzte Fassung aufgeführt.

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