Fußball-Knabenturnier:

Zweiter Auftritt: 96-Kicker haben noch Luft nach oben

Eine Premiere auf Platz acht bietet noch Luft nach oben. Das weiß auch Tim-Hendrik Hoffmann, der den zweiten Auftritt von Hannover 96 beim Neubrandenburger Knabenturnier als Trainer begleitet. Dabei ist die Teilnahme am 47. „Budenzauber“ für die D-Junioren aus der Messestadt der absolute Höhepunkt der Hallensaison.

„Wir sind sehr froh, wieder dabei sein zu dürfen. Die Aufregung unter den Jungs ist schon groß“, gewährt der Coach Einblicke in das Gefühlsleben seiner Truppe. Die bekommt für die anstehenden Parkettauftritte eine passende Marschroute verpasst. „Unsere Ausrichtung ist schon offensiv. Aber wir wollen nicht volles Programm nach vorne spielen. Eine taktische Handschrift soll bei uns immer erkennbar sein“, sagt Hoffmann. Jeder Spieler habe ein bestimmtes Positionsprofil mit bestimmten Aufgaben und die sollen auch beim schnellen Hallen-Fußball nicht verloren gehen.

Wandeln die Niedersachsen nicht gerade auf Toppis Spuren, ist der Spielekalender trotzdem rappelvoll. So ist die Mannschaft in der Hannover-Kreisliga und alle zwei bis drei Wochen im Nordcup (Pendant zum Reviercup in Nordrhein-Westfalen) auf Punktejagd, wo man sich mit Rivalen wie VfB Oldenburg, Werder Bremen oder dem Hamburger SV misst – und das mit Erfolg. „Auf dem Elferfeld zählen wir sicher zu den Besten“, sagt Tim-Hendrik Hoffmann und sieht seine Jungs auf Augenhöhe mit Teams wie Schalke, Dortmund oder Bayern. Trotzdem, so der 25-Jährige weiter, sei dies eine Momentaufnahme und nicht maßgebend für die Kicks unterm Dach.

Trainer will keine konkrete Platzierung ausgeben

Dafür steht dem Coach eine Truppe zur Seite, die sich untereinander gut versteht und einige Hoffnungsträger in ihren Reihen hat. „Drei bis vier haben das Potenzial, um weit zu kommen. Aber da spielen viele Faktoren eine Rolle. Die nächsten drei Jahre werden entscheidend sein“, erklärt der Übungsleiter. Der Anspruch an den Jahrgang ist groß, nämlich in den nächsten Jahren einen Spieler für die Junioren-Nationalmannschaft auszubilden. An erfolgreichen Beispielen mangelt es nicht, wie ein Blick in den Hannoveraner Bundesliga-Kader verrät: Konstantin Rausch und Manuel Schmiedebach haben beide 96er Stallgeruch und sind aktuell feste Stützen im Mirko-Slomka-Konstrukt.

Fürs zweite Gastspiel in der Viertorestadt indes will Tim-Hendrik Hoffmann keine konkrete Platzierung ausgeben – getreu dem Motto: Erfolg stellt sich ein, wenn man seine Arbeit macht. Und: „Auf dem Top-Niveau entscheiden Kleinigkeiten.“ Während Gegner Hansa Rostock für die Norddeutschen kein Unbekannter ist, gab es mit RB Leipzig und dem FC Augsburg bisher wenig Berührungspunkte. Das sieht Hoffmann, Ex-Coach der U17 von Fortuna Köln und früherer Leistungsschwimmer, aber als Chance: „Es ist auch wichtig, sich immer wieder auf neue Teams einzustellen.“

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