Neustrelitzer Festivalvorbereitungen laufen :

Immergut-Festival arbeitet am "Wunder"

Die Organisatoren des Immergut-Festival sind schwer beschäftigt. Der Termin für das bekannte Neustrelitzer Konzertwochenende rückt näher und jetzt schaute ihnen auch noch ein Fernsehteam über die Schulter.

Ruhe bitte! Beim Dreh wurde gegrillt und das Festival erklärt.
Andrea Dittmar Ruhe bitte! Beim Dreh wurde gegrillt und das Festival erklärt.

Kniehoch steht das Gras am Neustrelitzer Bürgerseeweg. Mitten auf der Wiese steht ein Grill – und drum herum das Organisations-Team vom Immergutrocken-Festival. In zwei Wochen werden am Bürgerseeweg wieder Zelte aufgebaut und 5000 junge Leute werden nach Neustrelitz strömen. Das Festival ist mittlerweile in ganz Deutschland bekannt. Zu Himmelfahrt besuchte ein Fernsehteam vom Mitteldeutschen Rundfunk  die jungen Planer, um sie vorzustellen. Für die Serie „Sagenhaft“ werden sie Teil der Folge über die Mecklenburger Seen. Und beim Angrillen für den Film berichteten die Organisatoren dem Moderator Axel Bulthaupt über das Neustrelitzer Festival, das dieses Jahr zum 16. Mal stattfindet. „Feste feiern wirkt Wunder“ haben sich die jungen Leute dieses Mal auf die Fahnen geschrieben.

Es geht jetzt in die heiße Phase der Festival-Vorbereitung. „Wir sind fast ausverkauft und am Freitag ziehen wir dann nach Neustrelitz“, sagt Stefanie Rogoll. Dann werden dort die Bühnen aufgebaut und das Gelände zelttauglich gemacht. Seit September sitzen die Vereinsmitglieder an der Planung. In ihrer Lagerhalle beim Autohaus Herrmann stehen schon die fertigen Waschanlagen, die auch selbst gebaut sind. „In der Zierker Straße haben wir auch ein Lager, aber das reicht mittlerweile nicht mehr“, so Stefanie. Immerhin gehören schon mehrere Bauwagen und ein ausgemusterter Lkw-Anhänger dem Verein. Der Aufsatz für den Anhänger ist so etwas wie die mobile Werkstatt. „Über die Zeit hat sich viel Werkzeug angesammelt. Aber es ist ziemlich cool, was man so alles lernt“, sagt Stefanie. Den neuen Bauwagen haben die Vereinsmitglieder selbst gebaut. Blumenkästen vor dem Fenster inklusive. „Das wird das Büro, deswegen war es uns wichtig, dass der Bauwagen schön aussieht“, sagt Tanja Linke. Die gebürtige Berlinerin ist seit einigen Jahren dabei und fühlt sich in Neustrelitz mittlerweile heimisch.

Festival kommt ins TV

Beim diesjährigen Immergut Festival stehen Bands auf dem Plan, die Namen tragen wie „Jonas Alaska“, „Trümmer“ oder „Die Nerven“. Oder „Element of Crime“. Sänger Sven Regener las im letzten Jahr aus einem seiner Bücher und das Festival gefiel ihm so gut, dass er dieses Mal musikalisch mitmischt. „Eigentlich können wir uns solche Bands nicht leisten“, sagt Stefanie Rogoll. Ein Freundschaftspreis war aber Ehrensache für die deutschen Musiker. „Viele Bands bleiben auch für zwei Tage in Neustrelitz und schauen sich die Stadt an. Wir haben so gut wie alle Hotelzimmer gebucht“, so Stefanie.

150 Helfer sind am Festivalwochenende beschäftigt, viele stehen auch schon vorher bereit. So wie Hjördis Tyra Lingnau und Fabienne Kastrau aus Neustrelitz. Die beiden Schülerinnen sind über einen Workshop im Carolinum auf das Angebot aufmerksam geworden. „Aber ich gehe schon auf das Immergut, seit ich klein bin“, sagt die 17-jährige Hjördis, die aus alten Getränekdosen sogar Aschenbecher basteln kann. „Ich finde es interessant, was vor und nach einem Festival passiert. Sonst bin ich ja immer nur als Besucher da. Man lernt, wie viel Arbeit und wie viele Leute dahinter stecken“, so Hjördis.

„Sagenhaft - Die Mecklenburger Seen“ wird am 28. Juni im MDR zu sehen sein. „Wir wollen die Landschaft und die Leute vorstellen“, erklärt Filmemacher Marcus Fitsch, der gebürtig aus Grimmen kommt. „Und dabei sind wir auf das Festival gestoßen. Da haben wir uns gefragt, was die jungen Leute hier anstellen. Viele wohnen gar nicht mehr in Neustrelitz und stellen trotzdem in ihrem alten Heimatort etwas auf die Beine.“ Auch beim Festival vom 30. bis 31. Mai ist ein Filmteam vor Ort.

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