Burger King hat nach Milliarden-Übernahme neuen Besitzer
Investor 3G Capital kauft zweitgrößte US-Fastfood-Kette
Investor 3G Capital übernimmt Burger King vollständig
New York (AFP) Burger King bekommt einen neuen Besitzer: Der Investor 3G Capital übernimmt die zweitgrößte US-Fastfood-Kette nach Angaben von Burger King für vier Milliarden Dollar (rund 3,1 Milliarden Euro) vollständig. Die Übernahme soll bis Ende des Jahres vollzogen werden.
Burger King ist stärker von der Wirtschaftskrise betroffen als der schärfste Konkurrent und Marktführer McDonald's. Zuletzt hatte Burger King, unter anderem bekannt für seine Whopper-Burger, einen Rückgang des weltweiten Absatzes vermelden müssen.
Burger King ist seit 2006 an der Börse notiert, hatte zuvor allerdings bereits mehrere Besitzer. Zuletzt hatte im Jahr 2002 ein Konsortium unter Beteiligung der US-Investmentbank Goldman Sachs die Restaurant-Kette vom Getränkeriesen Diageo übernommen. Heute hält das Konsortium, das auch den Verwaltungsrat dominiert, noch rund ein Drittel an Burger King. Burger King betreibt in 75 Ländern rund 12.000 Restaurants, fast 700 davon in Deutschland.
Burger King kündigte außerdem an, kein Palmöl mehr vom umstrittenen indonesischen Lieferanten Sinar Mas kaufen zu wollen. Ein kürzlich veröffentlichter Prüfbericht habe ergeben, dass die Sinar-Mas-Tochter Smart gegen die "Verpflichtungen zur Unternehmensverantwortung" der Fastfood-Kette verstoßen habe. "Wir glauben, dass der Bericht berechtigte Zweifel über die Nachhaltigkeit der Palmölproduktion von Sinar Mas und ihre Auswirkungen auf den Regenwald aufgebracht hat."
Burger King zieht damit gleich mit den großen Lebensmittelkonzernen Unilever, Kraft und Nestlé, die bereits kein Palmöl mehr von Sinar Mas beziehen. Die Burgerkette erhöht damit auch den Druck auf die verbliebenen Kunden, zu denen etwa die Fastfood-Ketten Pizza Hut, KFC und Dunkin' Donuts gehören.
Palmöl wird in der Produktion von Lebensmitteln wie Schokoriegeln genauso eingesetzt wie im Kosmetikbereich. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hatte Sinar Mas wiederholt vorgeworfen, der Konzern verletze internationale Standards und indonesisches Recht, sei an Landkonflikten beteiligt und rode Regenwälder in Orang-Utan-Gebieten. Sinar Mas hatte dem widersprochen und sah sich durch den Prüfbericht von Mitte August entlastet.