Neu im Kino:

Kerle im Keller: Männerhort

Ein Ensemble gern gesehener Stars beackert das weite Feld der zwischenmenschlichen Beziehungen. Das kann ja heiter werden.

Cosma Shiva Hagen als Connie und Elyas M'Barek als Eroll im Film "Männerhort"
Constantin Film/Marco Nagel Cosma Shiva Hagen als Connie und Elyas M'Barek als Eroll im Film "Männerhort".

Mit Programmen über geschlechtsspezifische Klischees und das komplizierte Verhältnis zwischen Mann und Frau füllen Komiker hierzulande ganze Stadien. Das wäre nicht möglich, wenn sich ein Großteil des Publikums nicht in den mehr oder minder klugen Ausführungen der Künstler wiederfinden würde. Als Kristof Magnussons Bühnenstück „Männerhort” vor etwa zehn Jahren erst in Bonn und dann in Berlin für ausverkaufte Häuser sorgte, waren die gängigen Stereotypen auch wieder im Spiel. Das Wort „Klischee“ impliziert offenbar nicht, dass etwas nicht stimmt oder abgedroschen ist. Ganz im Gegenteil.

Der Computerfachmann Eroll (Elyas M‘Barek), der Vertreter Lars (Christoph Maria Herbst) und der Pilot Helmut (Detlev Buck) teilen ein ähnliches Schicksal. Aufgeweckte Frauen im Konsumrausch beschneiden ihren männlichen Freiraum, den sie für ihre Persönlichkeitsentwicklung so dringend benötigen. Abhilfe schafft ein geheimer Zufluchtsort im Heizungskeller, der alles bietet, was Mann zum wahren Leben braucht: Bier, Glotze und leichtbekleidete Damen – wenn auch Letztere nur in gedruckter Form. Aber die Testosteron-Oase gerät in Gefahr. Hausmeister Aykut (Serkan Çetinkaya) erkennt sofort den eklatanten Verstoß gegen die Brandschutzvorschriften und fordert die Räumung des Kellers. Und mit diesem Bild von einem Mann, der sein Leben einschließlich Frau fest im Griff hat, kann man auch nicht verhandeln. Oder?

In der „Komödie am Kurfürstendamm“ bildeten Bastian Pastewka, Christoph Maria Herbst, Michael Kessler und Jürgen Tonkel das illustre Herren-Quartett. Herbst ist wieder mit an Bord, wenn Regisseurin und Macho-Bändigerin Franziska Meyer Price („Doctor’s Diary“) das Stück nun auf die große Leinwand bringt. Ihr Film erweitert und aktualisiert die Vorlage auf Kinoniveau. Das ruft nicht nur tolle Frauen wie Cosma Shiva Hagen, Lisa Maria Potthoff und Jasmin Schwiers auf den Plan, sondern sorgt auch für viele interessante, neue Schauplätze. Wenn man Klischees so liebevoll verpackt, geht das völlig in Ordnung.

Bundesstart: 02. Oktober 2014
Genre: Komödie

Mehr Infos unter: www.maennerhort-film.de

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung