Neu im Kino:

Künstliche Schönheit: Ex Machina

Seit man die Erschaffung von künstlicher Intelligenz für möglich hält, warnen die Experten vor den Gefahren einer solchen Technologie. Diverse Science-Fiction-Geschichten, allen voran die Legende „Blade Runner“, setzten sich mit den Möglichkeiten und den Tücken der schlauen Maschinen auseinander.

Alicia Vikander spielt übernimmt die Rolle der Roboter-Schönheit.
EPA/FACUNDO ARRIZABALAGA Alicia Vikander spielt übernimmt die Rolle der Roboter-Schönheit.

Programmierer Caleb (Domhnall Gleeson) kann sich glücklich schätzen. Er hat die große Lotterie der marktbeherrschenden IT-Firma gewonnen, für die er täglich an der Tastatur sitzt. Nun darf er eine ganze Woche mit seinem sagenumwobenen und milliardenschweren Arbeitgeber verbringen. Nathan (Oscar Isaac) empfängt den jungen Mann in seinem Hightech-Domizil inmitten unberührter, atemberaubender Natur. Die Koryphäe ist verkatert und gibt sich hemdsärmelig.

Es soll eine Begegnung auf Augenhöhe sein. Nathan bietet Caleb an, mit ihm 7 Tage lang zu saufen und Billard zu spielen – oder gemeinsam ein weltbewegendes Experiment zu wagen. Der Wissenschaftler hat in der Abgeschiedenheit eine künstliche Intelligenz entwickelt und in einen formschönen Körper mit einem lebensechten und ausgesprochen hübschen, weiblichen Gesicht verpackt. Caleb soll in täglichen Sitzungen mit „Ava“ (Alicia Vikander) herausfinden, ob sie wirklich selbständig denkt und fühlt. Der sich zunehmend wunderlicher aufführende Nathan beobachtet die Gespräche genau. Trotzdem gelingt es Ava, Caleb vor den wahren Absichten seines Gastgebers zu warnen. Und tatsächlich entdeckt Caleb in Nathans Privatgemächern Verstörendes…

Brite gibt einen furiosen Einstand als Regisseur

Der Schriftsteller Alex Garland hat bereits die Romanvorlagen beziehungsweise Drehbücher zu Danny Boyles Filmen „The Beach“, „28 Tage später“ und „Sunshine“ zu Papier gebracht, nun gibt der Brite einen furiosen Einstand als Regisseur. Der Science Fiction-Film „Ex_Machina“ bietet zwar auch einige Schauwerte, konzentriert sich im Wesentlichen aber auf die kammerspielartige Atmosphäre, in der sich die faszinierenden Gespräche zwischen Caleb und Ava entspinnen. Wo die futuristische Hochglanzoptik in vergleichbaren Werken häufig zu einer gewissen Gefühlskälte führt, kochen die Emotionen zwischen diesem perfekt aufeinander abgestimmten Hauptdarsteller-Trio zunehmend höher. Der Spannungsfaden reißt bis zum klugen, schlüssigen Ende nicht ab. Eine Perle des Genres mit dem Potential zum Kultfilm.  

Verleih: Universal    
Bundesstart: 23. April 2015      
Genre: Science Fiction

Mehr Infos unter: www.exmachina-film.de

Die Wertung:

Anspruch: 3
Spannung: 4
Action: 2
Humor: 1
Erotik: 2

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