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Alien Autopsy
Grünes Männchen Marke Eigenbau

Sie flimmern immer mal wieder in mehr oder weniger seriösen Magazinen über den Bildschirm, die Aufnahmen einer geheimnisvollen Sektion eines Außerirdischen. Hier kommt die Story zu diesen Bildern.

Im nächsten Jahr wird die Roswell-Legende 60 Jahre alt. Im Jahre 1947 stürzte in der Einöde von New Mexico etwas vom Himmel, was man voreilig als Unbekanntes Flugobjekt (Ufo) deklarierte, um diese Mitteilung alsbald zu widerrufen. Die Geschwindigkeit, mit der das Militär plötzlich alles wieder abstritt und die Vehemenz, mit der man versuchte, aufkeimende Gerüchte über eine Landung Außerirdischer zur zerstreuen, bewirkte natürlich das genaue Gegenteil. Seither ist Roswell das Mekka der Ufologen und die Vielzahl der Verschwörungstheorien, die sich um das Areal ranken, sucht ihresgleichen. Mindestens ebenso unglaublich wie die Geschichte von Roswell selbst ist allerdings auch die Story der beiden Briten Ray Santilli und Gary Shoefield.

Die beiden Jungs aus London sind zumindest im Geiste außerordentlich geschäftstüchtig. In der Praxis sind ihre Erfolge bisher bescheiden ausgefallen. Das soll sich nun ändern. In Cleveland/Ohio will Ray nach Hinterlassenschaften von King Elvis suchen, die man dann gewinnbringend unter die Fans bringen will. Am Ende ist es ein ganz anderes Souvenir, das die Glücksritter an Land ziehen. Von dem ehemaligen Militärkameramann Harvey (Harry Dean Stanton) erwerben sie ein Stück Film, das die Sektion eines Roswell-Aliens zeigt. Leider löst sich der spektakuläre Streifen wenig später in Wohlgefallen auf. Aber Ray und Gary haben einen Plan B. Sie drehen die „Alien Autopsie“ mit ein paar Freunden einfach noch mal nach. Und tatsächlich gelingt es ihnen, den recht überzeugenden fertigen Film an den Mann zu bringen…

Entstammt das eine oder andere Detail des Filmes auch dem Reich der Fantasie, so ist diese Geschichte doch im Wesentlichen wahr. Mit deutlich mehr als nur einer Prise schwarzen Humors inszeniert Kinodebütant Jonny Campbell die merkwürdigen Vorgänge und es ist jedem Darsteller in jeder Sekunde anzumerken, wie viel Spaß das gemacht haben muss. Dass sich selbiger durchgängig auf den Zuschauer überträgt, ist wohl klar. Roswell ist um ein Stück Kult reicher.

von Robert Lucas
in Verleih von Warner Bros.
Bundesstart 16.11.2006
Mehr extraterrestrische Infos gibt´s auf einen Klick...


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© Nordkurier.de am 09.02.2010

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Bibelwort
Ich bin, ehe denn ein Tag war, und niemand ist da, der aus meiner Hand erretten kann. Ich wirke; wer will´s wenden?

Aus: „Losungsbüchlein“ der Herrnhuter Brüder-
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