Fußball:

1. FC Neubrandenburg hofft auf einen einstelligen Platz

Zur Mannschaft von Lokalmatador Neubrandenburg gehört mit Lina Jubel auch ein Mädchen.

Der FCN-Kader, von links, hintere Reihe: Trainer Axel Kühl, Paul Reimann, Lucas Czarnetzki, Kai Kiskemper, Jacob Schröder, Jannik Witte, Maximilian Hohenstein, Felix Zerbe, Peter Kuboth (Sponsor); vordere Reihe: Dominic Jennrich, Kevin Kühl, Noah Kühl, Kevin Goetz, Anton Wichmann, Kono Pfennig.
Verein Der FCN-Kader, von links, hintere Reihe: Trainer Axel Kühl, Paul Reimann, Lucas Czarnetzki, Kai Kiskemper, Jacob Schröder, Jannik Witte, Maximilian Hohenstein, Felix Zerbe, Peter Kuboth (Sponsor); vordere Reihe: Dominic Jennrich, Kevin Kühl, Noah Kühl, Kevin Goetz, Anton Wichmann, Kono Pfennig.

Axel Kühls Prinzip: Ball flach halten. Axel Kühls Hoffnung: „Der FCN-Truppe vor zwei Jahren traute auch kaum einer etwas zu – und sie hat begeistert. Vielleicht gelingt uns das ja auch.“

Der Trainer der DI-Junioren vom 1. FC Neubrandenburg 04, die beim 48. Fußball-Knabenturnier des Nordkurier am 11. Januar starten, weiß: „Auf uns als Lokalmatadoren wird das riesige Publikum wieder besonders schauen. Meine Aufgabe ist darum nicht allein, die Mannschaft sportlich punktgenau vorzubereiten, sondern auch ihre Aufregung in Grenzen zu halten.“ Am Ende erhobenen Hauptes vom Spielfeld gehen zu können, das sei das Ziel. Und: Ein einstelliger Platz am Ende wäre ein schönes vorfristiges Geschenk zum 50. Geburtstag, der für Coach Kühl im März ansteht. „Das wird aber nicht leicht, zumal in unserer Hammer-Gruppe.“

Axel Kühl, der selbst noch im Alt-Herren-Fußball zugange ist, hat an Knabenturnier-Erfahrung reichlich. Als Zuschauer sowieso, und 2005 – im „Mario-Götze-Jahr“ - war er als Übungsleiter mit der FCN-Mannschaft „guter Achter, knapp am Halbfinale vorbeigeschrammt“. Damals übrigens mit Sohn Dennis im Kader, der heute der Oberliga-Kicker „Kühler“ ist. Zur 2014er-Besetzung gehört nun sein Filius Kevin. „Möglich, dass ich dann der einzige Trainer bin, der mit zwei Söhnen bei zwei Knabenturnieren gestartet ist“, sagt der Papa nicht ohne Stolz.

Wie Kevin Kühl gehören Jacob Schröder, Lucas Czarnetzki, „Kämpferherz“ Jannik Witte, der ein Jahr jüngere Lennard Fassinger, Maximilian Hohenstein, der schon im Januar 2013 dabei war, und Lina Jubel – ein Mädchen beim Knabenturnier! – zum Gerüst der Mannschaft. Für das Hallentraining hat Kühl Unterstützung an seiner Seite. Routinier Ralf Klein hilft, auch Oberliga-Fußballer Daniel Nawotke bringt sein Wissen ein. Der 24-Jährige gehörte dem mittlerweile legendären 2002er-Team an, das es bis ins Finale gegen Bayer Leverkusen schaffte.

Fußball-Fachmann Kühl schürt keine blinde Euphorie: „Ich habe mich mal erkundigt: Im Jahr 1980 wurden in Neubrandenburg 2000 Babys geboren, 1992 waren es 500, im Jahr 2001 dann 900. Was auch für den Fußball bedeutet, dass die Nachwuchsarbeit hier viel schwieriger geworden ist. Das sieht im Westen besser aus und muss sich natürlich auch auf die Ergebnisse auswirken.“

In der Verbandsliga lief es für die FCN-Junioren eher mäßig. Man verpasste die Meisterrunde. „Wer unsere Spiele gesehen hat, kann das gar nicht glauben“, so Kühl, der sich seit 13 Jahren mit um den Club-Nachwuchs kümmert. Doch aus dem letzten Freiluft-Auftritt, ein 4:2-Spektakel im Landespokal-Viertelfinale gegen Anker Wismar, schöpft die Mannschaft Mut. Axel Kühl: „Das war wie eine Erlösung. Schön, dass wir mit einem Erfolgserlebnis ins Knabenturnier gehen.“

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