48. Fußball-Knabenturnier:

Aufgeweckte Fohlen vor der Turnierpremiere

Ein bekannter Name, aber noch nie beim Fußball-Knabenturnier am Start: Borussia Mönchengladbach gibt bei der 48. Auflage im Januar 2014 zum ersten Mal seine Visitenkarte im Jahnsportforum ab. Der Trainer verfolgt ehrgeizige Ziele.

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Fast unglaublich, aber wahr: Borussia Mönchengladbach, einst bestückt mit Legenden wie Jupp Heynckes, Günter Netzer, Berti Vogts oder Stefan Effenberg, feiert beim 48. Fußball-Knabenturnier des Nordkurier Premiere. Zum ersten Mal ist die Macht vom Niederrhein zu Gast in Neubrandenburg - und U13-Trainer Felix Galli formuliert mal gleich ein mutiges Ziel für den Debütanten-Auftritt. Das Halbfinale dürfte es schon sein für die Fohlen, bei denen Vorfreude und Neugier laut Insider Galli bereits seit Saisonbeginn spürbar sind. "Ich persönlich kannte das Turnier vorher nicht, habe aber durch einen Kollegen viel Gutes gehört und mir einige Videos im Internet angeschaut", sagt der 27-Jährige. Ein Ergebnis der Recherche: Der Modus Fünf gegen Fünf ohne Bande fordert die Technik der Spieler.

Beste Voraussetzungen demnach für den Borussia-Nachwuchs, den Felix Galli als "aufgeweckte Truppe" beschreibt, "die sich nicht so leicht aus der Bahn werfen lässt". Im Liga-Alltag gefordert werden die Kicker, die innerhalb eines 50-Kilometer-Radius rund um Mönchengladbach gescoutet werden, im Revier-Cup. Dort sind reizvolle Duelle mit Teams wie dem 1. FC Köln, Bayer Leverkusen oder FC Schalke 04 an der Tagesordnung und der Gladbacher Platz in der Spitzengruppe kein Zufallsprodukt.

"Wir setzen vor allem auf die technische Arbeit mit dem Ball. Wir wollen reagieren statt agieren, auch mal Risiko gehen und können ein Gegentor verschmerzen", erklärt Galli die Fohlen-Philosophie. Außerhalb des Revier-Cups messen sich Borussias D-Junioren auch mit den Nachbarn aus Holland und Belgien, mit Mannschaften wie Ajax Amsterdam oder dem PSV Eindhoven. Beim Knabenturnier warten mit der TSG Neustrelitz und dem rumänischen Vertreter Gloria Bistrita zwei unbekannte Gegner. "Interessant zu sehen, welche Fußball-Philosophie sie vertreten, welche Systeme sie spielen."

Die Systemfrage bei den Netzer-Erben indes ist beantwortet, die zwölf Schützlinge fürs Debüt-Turnier hat Felix Galli bereits auf dem Zettel. Und die Euphorie am Niederrhein sei ohnehin, beim anhaltenden Höhenflug der Westdeutschen in der Bundesliga, ansteckend, so der Nachwuchstrainer, der selbst einst in der Oberliga kickte. "Viele der Jungs sind Balljungen im Stadion. Außerdem liegen alle Kabinen im Borussia Park nebeneinander, von der U9 bis zu den Profis. So ist man den großen Vorbildern immer ganz nah und sieht sie oft beim Training."