48. Fußball-Knabenturnier:

Mit brasilianischer Kampfkunst auf Torejagd

2013 war der Hamburger Sportverein beim Traditionsturnier im Jahnsportforum nicht vertreten. Im Jahr zuvor konnten die Hansestädter lediglich Platz elf erkämpfen. Jetzt haben sich die D-Junioren vom HSV besser gewappnet und eine ungewöhnliche Vorbereitung hinter sich.

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Capoeira heißt die Zauberformel. Mit dieser südamerikanischen Kampfkunst möchte der HSV-Nachwuchs bei der 48. Auflage des Fußball-Knabenturniers in Neubrandenburg erfolgreich sein. „Bei diesen Übungen, die das Team einmal pro Woche bei einem ausgebildeten Coach erlernt, geht es unter anderem darum, beim Kontrahenten zunächst den Eindruck zu erwecken, schwach zu sein. In Ruhe soll eine günstige Gelegenheit abgewartet werden, um dann mit hoher Geschwindigkeit und aller Kraft überraschend sowie entscheidend zurück zuschlagen“, erläutert Trainer Philipp Henke. Auf jeden Fall eine gute Devise für ein schnelles Umkehrspiel auf dem Parkett. „Natürlich wollen wir viele Tore schießen und wenn möglich sogar das Turnier gewinnen“, gibt der 29-Jährige weiter zu. „Wichtiger ist mir aber, dass die Jungs guten Fußball spielen, Spaß an der Sache haben und sich individuell weiterentwickeln.“ Der Referendar für Mathematik und Sport sowie sein Co-Trainer Darius Öhlschläger legen weiter Wert darauf, dass die Spieler ohne Angst vor Fehlern mutig nach vorne spielen. „Das Leder einfach weit in die gegnerische Hälfte zu schlagen, ist bei uns nicht vorgesehen“, betont der ehemalige Libero von Hamburg Altona 93. „Wir pflegen mehr den Stil, den Ball flach von hinten nach vorn zu spielen und sowohl defensiv als auch offensiv im Spiel eins gegen eins erfolgreich zu agieren. Wichtig ist uns auch, dass blitzschnell die jeweilige Situation erkannt wird und dann mit der optimalen Variante weitergespielt wird. Tore dazu, wären dann das Salz in der Suppe.“

Dass die Hamburger Jungs diese Taktik schon gut beherrschen, beweist der Tabellenplatz eins in der Bezirksliga nach der Hinrunde. „Bis auf eine Partie, die Remis endete, konnten wir alle Begegnungen gewinnen“, betont Philipp Henke selbstbewusst. Auftrieb vor dem großen Hallenturnier in der Viertorestadt hat den D-Junioren auf jeden Fall auch das gemeinsame Training mit Bundesliga-Profi Maximillian Beister gegeben. „Das war bei den Jungs der Kick, den sie gebraucht haben. Alle haben sie sich ins Training voll reingehängt“, weiß der B-Lizenztrainer. Wenn dann vielleicht sogar der neue HSV-Chefcoach Bert van Marvick noch mal vorbei schauen sollte, dürften der Nachwuchs von der Nordseeküste wohl optimal für eine gute Platzierung beim „48.“ motiviert sein.

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