Leckeres zum Osterfest:

Diese Deko kann man essen

Von Jahr zu Jahr verstaubt der Osterschmuck im Schrank. Mit essbarer Dekoration passiert das nicht. Sie wird an den Festtagen einfach verputzt. Und es ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Um die Möhren zu formen, kann man auf spitze Hutförmchen zurückgreifen. Dort wird der Kuchenteig der Cake Pops eingefüllt. Orangene Glasur verwandelt den Stielkuchen dann in eine Karotte. Fotos (3): Hädecke Verlag/Sandra Müller
Sandra Müller Um die Möhren zu formen, kann man auf spitze Hutförmchen zurückgreifen. Dort wird der Kuchenteig der Cake Pops eingefüllt. Orangene Glasur verwandelt den Stielkuchen dann in eine Karotte.

Zu Ostern will niemand mehr an den Winter denken. Eine farbenfrohe Dekoration ist also genau das Richtige für die Tafel. Auf dem Tisch trifft Tradition auf Moderne. Klassiker wie süße Lämmchen und Hasen stehen neben trendigen Cake Pops, Cronuts und Pushup-Cakes, gekrönt von kleinen Figurenkunstwerken. Modellieren ist angesagt.

Die Ideen stammen vor allem aus den USA und Großbritannien. „Farbenfroh, witzig, kreativ“, umreißt Konditorenweltmeisterin Andrea Schirmaier-Huber aus dem bayerischen Oberpframmern den Stil. Für die essbare Deko stehen Vorbilder aus der Comicwelt Pate. Weitere Zutaten sind Fingerfertigkeit und Fantasie. So bekommt ein braver Marzipanhase überdimensionale Ohren und macht es sich auf der Ostertorte gemütlich.

Auch Fondant eignet sich zum Modellieren

Mutige verpassen dem österlichen Symboltier zum Beispiel eine rosa Schleife und einen blauen Hut. „Wenn modern, dann richtig“, sagt Schirmaier-Huber. Die Mutter von zwei Töchtern setzt das konsequent um: Auf der von der Familie gewünschten Prinzregententorte steht ein plastischer Formel-1-Rennwagen, der Osterhase sitzt am Steuer.

Neben Marzipan eignet sich Fondant zum Modellieren. Die weiche Zuckermasse, aus der auch Eier und Küken hergestellt werden, taugt zum Ausstechen. Ein besonderer Spaß für Kinder sind dreidimensionale Torten. Dabei werden Figuren aus Zuckermasse oder Teig „geschnitzt“ und anschließend verziert. „Vom Gefühl her ist das nichts anderes als Kneten. Kinder tun sich leicht damit“, sagt Schirmaier-Huber. Zum Färben verwendet sie Lebensmittelfarbe.

Aus Cake Pops werden Eierlikör-Ostereier

Sandra Müller kreiert ihre Ostereier auf der Basis von Cake Pops. Die kleinen Kugelkuchen, im Prinzip eine Kombination aus Kuchenbrösel und einer Art Buttercrememischung, füllt die Buchautorin aus Stuttgart zum Beispiel mit Eierlikör. Dazu werden die Kugeln zunächst am Stiel in eine Glasur getaucht, geöffnet und etwas ausgehöhlt. Den Eierlikör hinein geben, beide Seiten zusammenfügen und die komplette Kugel noch einmal eintauchen. Das Ganze in einen Eierbecher stellen – und dann darf gelöffelt werden.

Für Möhren greift Müller auf spitze Hutförmchen zurück: „Einfach umdrehen“, lautet ihr Tipp. Orangefarbene Glasur verhilft zum fast echten Aussehen, das saftige Möhrengrün besteht aus essbaren Grashalmen. Die gibt es entweder im Laden, oder sie werden aus Oblaten selbst gemacht.

Aus Tomaten entstehen Marienkäfer

Wer herzhaft statt süß bevorzugt, designt den Schmuck für die Ostertafel aus Gurken, Möhren oder Rettich. Joachim Elflein, Küchenchef des Seehotels in Niedernberg nahe Aschaffenburg, macht aus einer Tomate einen würzigen Marienkäfer: Eine aufgesteckte schwarze Olive bildet den Kopf, grüne Pfefferkörner die Augen, für die Punkte müssen Gewürznelken herhalten. Alternativ spritzt der Koch ein Butter-Eigelbgemisch auf. Das auf einer Gurkenscheibe liegende Krabbeltier kann als Gruß aus der Küche auf den Tisch kommen.

Sandra Müller: Verrückt nach Cake Pops, 96 S., Hädecke, 14,95 Euro, ISBN 7983775006262