Keine Spur von Feiertagsmodus:

Karpfen und Barsch geht es jetzt an die Schuppen

In vielen Familien gehört Fisch zum Weihnachtsfest wie der Tannenbaum. Ersterer wird inzwischen nicht nur mit dem Netz gefangen, sondern auch im weltweiten Netz bestellt.

Ricardo Plötz und Kati Lübke bereiten in der Warener Fischmanufaktur Spezialitäten für den Versand vor.
M. Diekhoff Ricardo Plötz und Kati Lübke bereiten in der Warener Fischmanufaktur Spezialitäten für den Versand vor.

Sonntagnacht beginnt das große Schlachten. Während andere Betriebe schon sachte in den Feiertagsmodus gleiten, geht es in der Warener Manufaktur der Müritzfischer noch einmal richtig los. Voraussichtlich über 100 Pakete mit Fisch-Spezialitäten sollen allein am 23. Dezember bei ihren Kunden ankommen. Und das natürlich so frisch wie möglich. Dafür werden Anfang der Woche noch mal alle Kräfte mobilisiert, sagt Patrick Kusserow, der Leiter der Manufaktur. Hunderte Artikel werden in diesen Paketen sein und darunter nicht wenige Karpfen aus den Boeker Nationalpark-Teichen und andere Fische, die vor dem Versand noch per Hand geschlachtet werden. Und auch die „Weihnachts-Pakete“ selbst müssen gepackt und versandfertig gemacht werden.

Dank Internet können Karpfen, Barsche, Zander und Co seit etwa eineinhalb Jahren quasi aus ganz Deutschland im Fischkaufhaus der Müritzfischer bestellt werden. Und viele Fans der Fischer wohnen offenbar tatsächlich in der Nähe von München und im Ruhrgebiet, entnimmt Kusserow den Bestellungen. Darunter auch Stammkunden, die sich quasi alle zwei Wochen ihre Dosis Fisch von der Müritz kommen lassen.

Gräten gehören dazu

Weihnachten, Silvester und Ostern sind jedoch nach wie vor die Hochzeiten für Fischgerichte, wobei das Jahresende vom Karpfen dominiert wird, weiß Patrick Kusserow. Noch. Denn wenn die Oma ganz traditionell den Klassiker bestellt, nimmt sie inzwischen auch schon ein paar Zanderfilets dazu, für die Enkel, die zwar Fisch essen, aber keine Gräten mögen. Für den Leiter der Manufaktur gehören die aber nun mal dazu, so „wie der Knochen zum Kotelett“. So ein Lachsfilet sei in dieser Beziehung vielleicht etwas unkomplizierter, dafür aber auch nichts Besonderes. Schon gar nicht für die Leute in der Manufaktur. „Unsere Leute essen unsere Sachen.“

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