Seit 30 Jahren dabei:

Landfleischerei Bode bietet Klasse statt Masse

Mittlerweile in der dritten Generation steht der Name Bode – in und um Fürstenwerder herum – für guten Geschmack und ausgewählte Zutaten. Auch nach dem 30-jährigem Jubiläum ist noch kein Ende in Sicht.

Thomas Bode vor seinem Räucherofen mit einer kleinen, aber feinen Auswahl aus seinem Sortiment.
Marcel Laggai Thomas Bode vor seinem Räucherofen mit einer kleinen, aber feinen Auswahl aus seinem Sortiment.

Seit fast drei Jahrzehnten ist die Fleischerei von Thomas Bode eine regelrechte Institution. Nicht nur im Dorf, sondern auch in der Uckermark. Direkt nach Betreten des Ladengeschäfts steht der Kunde vor einer reich gefüllten Auslage. Ganz egal ob Bierschinken, Mettwurst, Jagdwurst oder Lyoner – kaum eine „Fleischeslust“, die unerfüllt bleibt.

Gerade die Stammkundschaft von Bode schätzt den unverfälschten Geschmack seiner Produkte. „Sowas wie Fertigmischungen kommen mir nicht ins Haus“, sagt Bode kopfschüttelnd. Ganz egal ob Fleisch oder die Gewürze, seine Lieferanten kommen aus der Region und sind sorgsam ausgewählt. Auch wenn dadurch der Preis etwas höher ausfällt, als bei den Discountfleischern. „Ich könnte es mir nie erlauben, auf minderwertige Zutaten zurückzugreifen, das würde meinen Ruf riskieren und ich könnte gleich zumachen“, so der Fleischermeister.

Der Tag von Bode beginnt um vier Uhr am Morgen und selten endet er um 17 Uhr – meist geht er noch länger. „Die Büroarbeit frisst dabei viel Zeit, aber auch sie muss gemacht werden“, sagt der gebürtige Berliner. Dabei findet man ihn tagsüber eher weniger hinter der Theke, sondern größtenteils in seiner Werkstatt.

Dort stehen allerhand Geräte und ein Hauch von geräuchertem Holz liegt in der Luft. „Früher habe ich auch noch im Verkauf geholfen, aber dafür habe ich mittlerweile fähige Mitarbeiter“, so Bode zufrieden. Sechs Angestellte sorgen für einen reibungslosen Ablauf. Gerade zur Mittagszeit, wenn der Laden brummt. Der Mittagstisch zieht gelegentlich so viele Leute an, dass sich wahre Schlangen vor der Ernst-Thälmann-Straße 33 bilden. Darüber hinaus übernimmt die Fleischerei auch das Catering für Feste jeder Art. „Zu Ostern, Pfingsten oder bei Einschulungen sind wir meist schon ein halbes Jahr im Voraus ausgebucht“, sagt Bode.

Frischer Wind durch den Sohnemann

Der Fleischermeister wirkt zufrieden und man merkt, dass er seinen Beruf liebt und lebt. Seine Jobwahl habe Bode aber nie bereut. Den Grundstein dafür legte bereits sein Vater Joachim, als er den Betrieb 1985 übernahm. Ein Fleischereistandort mit hundertjähriger Tradition: „Damals gab es weder Tresen noch eine Kühlung“, erinnert sich Bode. Nachdem er den Laden 1992 übernahm musste vieles erneuert werden. Ein Großteil in Eigenleistung.

In den ersten zehn Jahren gab es nicht mal Zeit für Urlaub, erzählt er. Mittlerweile läuft das Geschäft und die nächste Generation befindet sich in der Ausbildung. Sein 18-jähriger Sohn Benito ist bereits im zweiten Lehrjahr einer überbetrieblichen Ausbildung. Er soll irgendwann das Geschäft übernehmen. „Auch wenn er sein Handwerk versteht, hapert es noch an der Theorie, aber das wird schon“, sagt Thomas Bode stolz. Für frischen Wind sorgt er zumindest schon. Mit diesem Potenzial wurde in der vergangenen Woche das 30-jährige Firmenbestehen gefeiert. Der Andrang war groß. Knapp 120 Besucher ließen sich die hausgemachte Bratwurst und Glühwein schmecken. Auf dass die Familienfleischerei auch in den kommenden 30 Jahren ihren Geschmack nicht verliert.

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