Unnützes Wissen:

Al Capones Visitenkarte und frustsaufende Fruchtfliegen

Nutzlose Fakten - jeden Monat erscheinen diese in der Rubrik „Unnützes Wissen“ des NEON-Magazins. Anne Breitsprecher sprach mit Redakteurin Nora Reinhardt darüber.

Nora Reinhardt ist bei NEON für die Rubrik „Unnützes Wissen“ verantwortlich.
privat Nora Reinhardt ist bei NEON für die Rubrik „Unnützes Wissen“ verantwortlich.

Welchen „Unnützes Wissen“-Punkt haben Sie sich zuletzt gemerkt, obwohl Sie ihn sich eigentlich nicht zu merken brauchen?

Oh, da muss ich kurz überlegen. Ich habe gerade die Arbeit an einem neuen Buch „Unnützes Wissen“ mit 1374 Punkten abgeschlossen, da ist einiges hängen geblieben. Aber am besten merke ich mir eigentlich die Fakten, die sich mit dem Vorleben der Stars beschäftigen, zum Beispiel weiß ich noch, dass die Visitenkarten von Al Capone ihn als Antiquitätenhändler ausgewiesen haben. Mein Lieblingsfakt ist aber der, dass männliche Fruchtfliegen mehr Alkohol trinken, wenn sie keinen Erfolg bei Weibchen haben; der Fakt erzählt eben mehr, als bloß das Trinkverhalten von Fliegen.

Was ist „unnützes“ Wissen überhaupt?

Meistens sind es skurrile oder lustige Randnotizen, die einem in wenigen Worten etwas über die Welt erzählen. Ich kategorisiere das unnütze Wissen immer in wirklich unnütze, halbunnütze und nützliche Fakten. Dass ein Fotzhobel eine bayrische Variante der Panflöte ist – witzig, aber nicht wirklich nützlich. Dass man Hoden nie auf 47 Grad erhitzen sollte, weil der Mann sonst vorübergehend unfruchtbar wird, ist immerhin halbunnütz. Aber dass Männer den Geruch von weiblichen Tränen sexuell abtörnend finden, gehört wohl eher in die Kategorie nützlich.

Wie recherchieren Sie, ob die Fakten stimmen?

Wir verwenden sehr viel Zeit darauf, zu überprüfen, ob die Unnützes Wissen-Punkte stimmen. Es gibt eine eigene Abteilung mit „Fact Checkern“, die alle Quellen noch einmal überprüft und nachrecherchiert. Im Zweifelsfall fragen wir bei Experten nach.

Wo erfährt man zum Beispiel, dass die Mutter von Winston Churchill gestorben ist, weil sie auf High Heels von einer Treppe stürzte?

Ich habe in einem englischsprachigen Buch über Churchill gelesen, dass seine Mutter Jeanette Jerome sich erst den Knöchel brach. Dann entstand Wundbrand, ihr linkes Bein musste amputiert werden. Trotz der OP konnte sie nicht gerettet werden.

Das ganze Interview und viel mehr zum Thema Wissen lesen Sie in unserer Sonntagszeitung "Was wir wissen", die am 18. August 2013 erscheint.

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