Neu im Kino:

All Is Lost

Robert Redford zieht noch einmal sämtliche Register seines Könnens und hält das Publikum 100 Minuten lang mit seiner One-Man-Show in Atem. Jeder Blick, jede Geste sitzt.

Robert Redford als erfahrener Segler befindet sich allein auf seiner Yacht inmitten des Indischen Ozeans.
Richard Foreman Jr. Smpsp/Universum Robert Redford als erfahrener Segler befindet sich allein auf seiner Yacht inmitten des Indischen Ozeans.

Der tragische Held dieses Filmes (Robert Redford) hat sich mit einem ziemlich kleinen Boot auf den Indischen Ozean gewagt. Da Wasser bekanntlich keine Balken hat, kann der Skipper eigentlich ohne Risiko ein kleines Nickerchen einlegen. Aber dann wird sein Boot von einem schwimmenden Container, der wer weiß wo über Bord gegangen sein mag, gerammt und aufgeschlitzt. Der Versuch, den Schaden zu flicken, trägt keine Früchte. Allmählich muss sich unser Mann mit dem Gedanken anfreunden, in das Rettungsfloß umzusteigen…    

Regisseur J.C. Chandor hat sich in seinem Drama „Margin Call – Der große Crash“ mit Unterstützung eines Starensembles die pervertierte Welt der Finanzspekulanten zur Brust genommen und dabei ganze Arbeit geleistet. Nun widmet sich der Amerikaner erneut den existenziellen Fragen der Menschheit, konzentriert sich dabei aber auf einen einzigen Protagonisten, der um sein schnödes Leben kämpft. In der archaischen Kulisse brilliert eine echte Hollywoodlegende.

Dabei geht längst nicht immer die Post ab. Wer sich eine Art „Gravity“ auf hoher See erhofft, einen Überlebens-Thriller, bei dem der Puls nie zur Ruhe kommt, könnte womöglich eine Enttäuschung erleben. „All Is Lost“ lässt Protagonist und Zuschauer auch Raum zum Sinnieren. Ein erstes Highlight des Kinojahres 2014.
 

Verleih:Universum/Squareone/24 Bilder
Bundesstart: 09. Januar 2014
Genre: Drama

Mehr Infos unter: www.all-is-lost.de

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