Neu im Kino:

American Ultra

Viele Joints, viel Blut, viel Skurrilität: "American Ultra" ist ein knallendes Action-Spektakel. Zartbesaitet sollten Zuschauer jedoch nicht sein.

Für Mike läuft es denkbar schlecht: Nicht nur ist eine Horde Bewaffneter hinter ihm her, auch seine Freundin Phoebe (Kristen Stewart) landet hinter Gittern.
Concorde Für Mike läuft es denkbar schlecht: Nicht nur ist eine Horde Bewaffneter hinter ihm her, auch seine Freundin Phoebe (Kristen Stewart) landet hinter Gittern.

Gewöhnlich passiert wenig in Mikes Leben. Er hängt am liebsten zu Hause mit seiner Freundin Phoebe ab, rollt Joints, zeichnet Comics und denkt darüber nach, wie er seiner Geliebten einen Hochzeitsantrag machen kann. Zwischendurch jobbt er in dem verschlafenen Nest Liman im ländlichen West Virginia in einem Supermarkt.

Liman - wie in Doug Liman, dem Regisseur des Agententhrillers "Die Bourne Identität". Darin hat ein Mann die Erinnerung an sein früheres Leben verloren, doch als Jason Bourne entdeckt er seine außergewöhnlichen Kampffähigkeiten wieder.

Schräg, witzig, brutal

Auch der ständig bekiffte, antriebslose Mike, gespielt von einem langhaarigen Jesse Eisenberg ("The Social Network"), kann sich an wenig erinnern. Eher ungewollt wird er zur Killermaschine. Als er nachts vor dem Supermarkt von zwei düsteren Gestalten überfallen wird, streckt er die Angreifer mit heißer Nudelsuppe und einem Plastiklöffel nieder. "Ich habe gerade zwei Typen gekillt", stammelt er ins Telefon und ruft seine Freundin zur Hilfe, gespielt von "Twilight"-Star Kristen Stewart. "Ich habe Angstzustände deswegen, Baby".

Und damit explodiert "American Ultra" in ein äußerst schräges und witziges Action-Spektakel. Nach Quentin-Tarantino-Manier spritzt literweise Blut und rollen Köpfe. Mike pafft seine Joints, während ihm bis zum Hals bewaffnete CIA-Truppen nach dem Leben trachten und allerlei skurrile Randfiguren das Blutbad aufmischen. Der britische Regisseur Nima Nourizadeh, der 2012 mit der Party-Komödie "Project X" sein Spielfilmdebüt gab, legt mit "American Ultra" 96 Minuten fetzige Unterhaltung hin - der es an Brutalität nicht mangelt.