Neu im Kino:

Arlo & Spot: Schüchterner Dino, wildes Menschenkind

Mit „Alles steht Kopf“ und „Arlo & Spot“ starten kurz hintereinander gleich zwei Animationsfilme aus dem Pixar-Studio im Kino. Nach dem aufregenden Trip ins Gefühlsleben einer Elfjährigen kommt nun ein Dino-Abenteuer in atemberaubender Optik auf die Leinwand.

Welches Kind hätte nicht gerne einen Dino als Spielgefährten? Spot und Arlo sind richtig gute Kumpels.
Walt Disney Welches Kind hätte nicht gerne einen Dino als Spielgefährten? Spot und Arlo sind richtig gute Kumpels.

Er schlüpft als Letzter aus dem Ei. Der grüngeschuppte Dinosaurier-Junge Arlo ist viel kleiner und schwächer als seine Geschwister - und schrecklich ängstlich. Gemeinsam mit dem wilden Urzeit-Kind Spot erlebt er dann aber das Abenteuer seines Lebens. Was wäre, wenn die Dinosaurier vor 65 Millionen Jahren nicht ausgestorben wären? Diese Frage beantwortet „Arlo & Spot“.

Es ist der neueste Animationsfilm aus dem amerikanischen Pixar-Studio, das schon „Findet Nemo“, „Ratatouille“ und vor wenigen Wochen „Alles steht Kopf“ auf die Leinwand brachte. Und am Ende sind der Dino und das Menschenkind nicht nur beste Freunde, sondern Arlo ist auch ein echter Held amerikanischer Machart.

Das hervorragende Animationsteam um Regisseur Peter Sohn, der bereits bei „Die Monster Uni“ und „Oben“ mitarbeitete, hat für den 3D-Film am Computer spektakuläre Bilder geschaffen. So verblüffend lebendig und naturalistisch hat man animierte Landschaften mit Wäldern, Flüssen und Gebirgen, mit über den Himmel ziehenden Wolken und hereinbrechenden Unwettern wohl noch nie gesehen.

Dinos mit Maisfarm

Die Szenerie der Geschichte ist deshalb auch das große Plus von „Arlo & Spot“. Das Dino-Kind lebt mit seiner Familie irgendwo in den fast endlosen Weiten des amerikanischen Nordwestens. Arlos Familie - bis zu 25 Meter große und 35 Tonnen schwere Tiere der Pflanzenfresser-Gattung Apatosaurus - wirkt vor der mächtigen Naturkulisse auf ihrer sorgfältig bewirtschafteten Maisfarm fast winzig.

Noch kleiner ist allerdings Spot - ein die Zähne fletschendes, immer zum Angriff bereites Bündel Menschlein, das sich nur mit Knurrlauten verständigen kann und ganz allein durch Prärie und Berge streift. Spot ist die einzige Hoffnung von Arlo, als der Dino in den Fluss fällt und weit entfernt von Zuhause an Land gespült wird.

Auf ihrer abenteuerlichen Reise zurück zu Arlos Familie machen die Beiden Bekanntschaft mit den kuriosesten Typen: Da ist der Tierchensammler, ein furchtsamer Styracosaurus, der sich von kleinen, auf seinen Hörnern lebenden Tierchen beschützen lässt. Oder die Truppe der gefährlichen Tyrannosaurus Rex, denen Arlo hilft, in Wildwest-Manier ihre Büffelherde vor den Raptoren zu retten.

Die Dramaturgie der Geschichte bewegt sich irgendwo zwischen berührend, rührselig und vorhersehbar. Die leicht penetrante Dauer-Botschaft lautet: du musst dich beweisen und stark sein, um dort draußen in der Wildnis des Lebens zu bestehen und ein nützliches Mitglied der Gesellschaft zu werden. An dem für Pixar typischen doppelbödigen Witz mangelt es dieses Mal etwas. Die animierten Bilder aber sind grandios. Und Arlo ist einfach ein supersympathischer Dino.

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