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"Auf Augenhöhe": Wie werde ich vom Vater zum Papa

Michi träumt von einem Vater. Stark soll er sein. Ein Papa, um den ihn die anderen Jungs im Heim beneiden. Doch als er ihn kennenlernt, stellt er schockiert fest: Sein Vater ist kleinwüchsig. Michi muss sich entscheiden, ob er ihn trotzdem lieben kann.

Luis Vorbach (links) als Michi und Jordan Prentice als Tom in einer Szene aus dem Film "Auf Augenhöhe". (Filmszene)
Tobis Film Luis Vorbach (links) als Michi und Jordan Prentice als Tom in einer Szene aus dem Film "Auf Augenhöhe". (Filmszene)

"Auf Augenhöhe" schildert die schwierige Beziehung zwischen Sehnsucht und Ablehnung liebevoll, komisch und anrührend. Dass der Film überdies ohne erhobenen Zeigefinger und mitleidheischende Betroffenheit auskommt, macht ihn zu einem besonders schönen und gleichzeitig nachdenklichen Erlebnis.

Die Regisseure Evi Goldbrunner und Joachim Dollhopf realisierten ihre Geschichte mit Hilfe der Initiative "Der besondere Kinderfilm", die originäre Stoffe ohne literarische Vorlage unterstützt. Einfühlsam zeigen sie Michis Welt im Heim, wunderbar gespielt von Luis Vorbach.

"Auf Augenhöhe" hält sich nicht mit Äußerlichkeiten auf. Sie werden im Laufe des Films immer unwichtiger. Die entscheidende Frage ist vielmehr: Was macht einen Mann zu einem Vater, den man "Papa" nennt? Der Rest ist den meisten Eltern bestens vertraut. Denn kommt nicht bei allen Kindern ein Punkt, wo sie ihre Eltern infrage stellen und Vater und Mutter einfach nur peinlich sind?

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