Besser als Bella:

Chroniken der Unterwelt – City of Bones

Es war nur eine Frage der Zeit, bis man auch die „Chroniken der Unterwelt“-Reihe für den Film entdecken würde. Die Bücher können nämlich alles vorweisen, worauf die Kids gerade total abfahren: Werwölfe und Vampire, Romantik, Spaß und Nervenkitzel.

Filmszene mit Jemima West, Lily Collins, Robert Sheehan.
Screen Gems Inc. Filmszene mit Jemima West, Lily Collins, Robert Sheehan.

Die Heldin der Geschichte heißt Clary Fray (Lily Collins) und führt ein ganz normales Leben als New Yorker Teenager. Ihr Kumpel Simon Lewis (Robert Sheehan) weicht nicht von ihrer Seite, aber diese Beziehung ist rein platonischer Natur – zumindest aus der Sicht von Clary. Kompliziert wird es, als das Mädchen plötzlich wie besessen ein seltsames Symbol zu malen beginnt. Mutter Jocelyn (Lena Headey) betrachtet dieses künstlerische Tun mit größter Sorge. Sie verschweigt etwas, soviel steht fest. Dann wird Clary beim Besuch eines Gothic-Clubs Augenzeugin eines Mordes. Jace (Jamie Campbell Bower), der Killer, ist offenbar nur für sie sichtbar. Begleiter Simon bekommt weder von der Tat etwas mit noch von der Tatsache, dass Jace Clary zur Rede stellt. Er gibt sich als sogenannter Schattenjäger zu erkennen und weiht das Mädchen in düstere Geheimnisse ein. Bald darauf wird Clarys Mutter von finsteren Mächten gekidnappt…

Die Presse hat sich auf „City of Bones“ eingeschossen und beklagt, dass man die meisten Elemente der Geschichte schon aus anderen Filmen kennt. Das ist in etwa so, als würde man einen Western ablehnen, weil darin Pferde, Schießereien und Schlapphüte vorkommen. Tatsächlich ist „City of Bones“ ein großer Spaß für junge Fantasy-Fans und in jeder Hinsicht besser als „Twilight“. Die Schauspieler sind sympathischer und ihre Figuren lebensechter, es geht actionmäßig deutlich heftiger zur Sache. Darüber hinaus hat der Film eine Menge Humor, was Edward und Bella zumeist vermissen ließen. Der Autor dieser Zeilen hat die Romanvorlage nicht gelesen, aber klingeln gehört, dass die Helden im Buch auf Motorrädern durch den Big Apple fliegen. Wenn das stimmt, hat Regisseur Harald Zwart („Karate Kid“) gut daran getan, auf derlei Schnickschnack zu verzichten. Eine gewisse Bodenständigkeit verankert die fantastische Seite der Story nur stärker in der Realität. Phil Collins´ Tochter Lily ist in ihrer ersten Hauptrolle nicht nur wunderhübsch anzuschauen, sie überzeugt als Heldin der Geschichte auf der ganzen Linie von zart bis hart. A star is born!  

Verleih: Constantin Film 
Bundesstart: 29. August 2013
Genre: Fantasy

Mehr Infos unter: http://chronikenderunterwelt.de/

Wertung:
Anspruch: 2
Spannung: 4
Action: 3
Humor: 2
Erotik: 0

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung