Neu im Kino:

Da muss Mann durch

Marc Rothemund („Sophie Scholl – Die letzten Tage“) ließ es sich nicht nehmen, auch für die Fortsetzung des Kinoerfolgs „Mann tut was Mann kann“ wieder auf dem Stuhl des Regisseurs Platz zu nehmen. Zumal dieser 34 Tage lang fest auf mallorquinischem Boden stand.

Wotan Wilke Moehring ist der Star im Film.
Georg Wendt Wotan Wilke Moehring ist der Star im Film.

In der Verfilmung von Hans Raths Bestseller „Mann tut was Mann kann“ lernte der Kinofreund vor mehr als zwei Jahren Paul Schuberth (Wotan Wilke Möhring) kennen, einen ewigen Junggesellen aus Prinzip, der unverbindliche Bettgeschichten pflegte und sich ansonsten im Kreise seiner Kumpels pudelwohl fühlte. Aber dann erreichten Amors Pfeile doch noch ihr Ziel. Wenn nun der zweite Teil der Romantrilogie ins Kino kommt, ist Tierärztin Iris (Jasmin Gerat) als Frau der Träume leider bereits Geschichte.

Immerhin hat Paul, allen Enttäuschungen zum Trotz, schon wieder ein neues Eisen im Feuer. Die Eltern von Lena von Beuthen (Julia Jentsch) sind allerdings stinkreich. Sie empfangen den Neuen an der Seite des Töchterchens in ihrem mondänen, mallorquinischen Domizil nicht gerade mit offenen Armen. Zumal Lena eine Altlast in sich trägt. Sie stammt von Lenas Ex, dem Börsenhai und britischem Blaublüter Patrick Arterberry (Stephan Luca), der Pauls Schwiegereltern in spe so viel besser gefallen hat. Und der erfolgsverwöhnte Patrick denkt gar nicht daran, für einen potentiellen Nachfolger kampflos das Feld zu räumen. In dieser feindlich gesinnten Umgebung begeht Paul natürlich alle Fehler, die man machen kann, um die Stimmung zusätzlich anzuheizen. Zum Glück kann der Unglücksrabe auf seine Buddies zählen, mit denen er auf Malle zusammentrifft. Schamski (Jan Josef Liefers), Bronko (Fahri Yardim) und Günther (Oliver Korittke) sind um weise Beziehungsratschläge nie verlegen - obwohl sie ihr eigenes Leben nie wirklich auf die Reihe kriegen.

Die Story fühlt sich der literarischen Vorlage nicht sklavisch verpflichtet. Man muss auch den ersten Teil nicht zwingend gesehen haben, um der überschaubaren Handlung folgen zu können. „Da muss Mann durch“ bietet einem erwachsenen Publikum beste Unterhaltung mit gut gelaunten Stars, romantischem Kribbeln und Fernweh generierendem Insel-Feeling. Geschliffener Wortwitz wechselt sich mit einer ordentlichen Portion Slapstick ab. Und auch wenn die Lebewelt der Filmhelden diesmal ein wenig abgehoben scheint, bleiben ihre Sorgen und Nöte doch so universell, dass sich jeder mit der einen oder anderen Figur identifizieren können wird. Turbulent!

Verleih: NFP
Bundesstart: 29. Januar 2015
Genre: Romantische Komödie

Mehr Infos unter: www.film.info/damussmanndurch/index.php

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