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Das ewige Leben

In ihrer österreichischen Heimat gehören die Brenner-Filme nach den Romanen von Wolf Haas zu den erfolgreichsten Kinoproduktionen aller Zeiten. Aber auch hierzulande hat sich mittlerweile eine beachtliche Fangemeinde entwickelt. Sie wird auch diesmal keine Enttäuschung erleben.

Auch im vierten Brenner-Film passieren verhängnisvolle Dinge, sobald der ehemalige Polizist irgendwo auftaucht.
Majestic Auch im vierten Brenner-Film passieren verhängnisvolle Dinge, sobald der ehemalige Polizist irgendwo auftaucht.

Dreimal schon schlurfte der abgehalfterte, österreichische Ex-Bulle Brenner, dargestellt vom unvergleichlichen Josef Hader, über die Leinwände der Republik. In „Komm, süßer Tod“ hatte er sich in Wien als Rettungssanitäter verdingt, in „Silentium“ arbeitete er kurzzeitig als Kaufhausdetektiv in Salzburg. Zuletzt wurde Brenner in der tiefsten österreichischen Provinz gesichtet. In „Der Knochenmann“ ermittelte er im tschechischen Zuhältermilieu. Wo immer es den Mann mit der heftigen Migräne auch hin verschlägt, nimmt irgendetwas Verhängnisvolles seinen Lauf. So wird es wohl auch sein, wenn sich der Antiheld nun ins vierte Abenteuer stürzt.

Die Frau vom Amt ist irritiert, als Brenner von einer schlechten beruflichen Phase spricht. Eine glatte Untertreibung, denn er hat seit acht Jahren keinen Job, keine Versicherungen und kein Dach über dem Kopf. Offenbar fällt Brenner erst jetzt ein, dass er ja Eigentümer eines kleinen Häuschens in Graz ist, welches seinen Eltern gehörte, die mittlerweile das Zeitliche gesegnet haben. Das ganze Domizil ist desolat, aber für einen genügsamen Menschen wie Brenner bewohnbar. Gerade, als die Zeichen auf Neustart stehen, wird der ehemalige Polizist von den Schatten seiner Vergangenheit eingeholt. Und schon wieder beginnen Menschen zu sterben.

Das bewährte Trio aus Autor Haas, Hauptdarsteller Hader und Regisseur Wolfgang Murnberger hat einmal mehr ein kauziges, komisches und kriminalistisch anspruchsvolles Drehbuch an den Start gebracht. Jeder Brenner-Film hatte eine andere Grundstimmung und setzte andere Schwerpunkte, auch diesmal darf man sich wieder überraschen lassen. Die darstellerischen Neuzugänge wie Tobias Moretti und Nora von Waldstätten fügen sich perfekt ins Ösi-Universum ein. Ach ja, und außerdem wartet „Das Ewige Leben“ mit der wohl langsamsten Verfolgungsjagd der Filmgeschichte auf. Kult!  

Verleih: Majestic
Bundesstart: 19. März 2015
Genre: Kriminalkomödie
Mehr Infos unter: www.dasewigeleben.de

Anspruch: 2
Spannung: 2
Action: 2
Humor: 2
Erotik: 0

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