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Das Geheimnis der Bäume

Der französische Naturfilmer Luc Jacquet macht die Tiere zu Statisten und richtet seinen Fokus voll und ganz auf die Bäume, über die es bisher scheinbar nicht viel zu erzählen gab.

Edelmime Bruno Ganz schlüpft zumindest via Stimme in den Botaniker Francis Hallé, der den Zuschauer durch sein grünes Reich führt. Egal, ob in Peru, in Gabun oder in Frankreich, überall gibt es Faszinierendes aus der Welt der großen Holzgewächse zu vermelden. Der Zuschauer lernt die Würgefeige kennen, die sich wie ein Wesen aus einem Science Fiction-Film an einen Baum heftet, ihn nach und nach völlig umhüllt und schlussendlich abtötet. Er wird Zeuge des erstaunlichen Wettkampfes der Passionsblume mit ihrem tierischen Erzfeind, der im Laufe der Jahrhunderte auf beiden Seiten immer ausgeklügeltere Angriffs- und Verteidigungsstrategien hervorbrachte. Ja, man wird sogar Zeuge, wie Bäume ihr eigenes Wetter machen.

Um die Ästhetik der Pflanzen und den Umweltschutzgedanken zusätzlich zu illustrieren, setzt Jacquet auf einfache, aber wirkungsvolle Animationen. Ob es dieses zusätzliche Stilmittel wirklich gebraucht hat, daran werden sich die Geister scheiden. Auf der einen Seite muss man sich immer etwas Neues einfallen lassen, um auf dem mittlerweile unüberschaubar großen Markt der Naturfilme Akzente zu setzen, andererseits bieten die atemberaubenden, brillanten und wahrhaftigen Aufnahmen eigentlich Anreiz genug für einen Kinobesuch. Leider ist nach 75 Minuten schon wieder alles vorbei. Aber der nächste Wald lädt sicher in nicht allzu weiter Ferne zu ganz persönlichen Abenteuern ein.

Wertung:
Anspruch: 3
Spannung: 2
Action: 1
Humor: 0
Erotik: 0

Verleih: Weltkino             
Bundesstart: 02. Januar 2014     
Genre: Dokumentation

Mehr Infos unter: www.DasGeheimnisDerBaeume.de

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