Neu im Kino:

Das grenzt an Liebe

Regisseur Rob Reiner hat mit „Harry und Sally“ den Klassiker der modernen Liebeskomödie geschaffen. Seither ist ein Vierteljahrhundert ins Land gezogen. Wenn es der mittlerweile 67-jährige Filmemacher nun noch einmal romantisch angehen lässt, richtet er seinen Blick auf eine reifere Generation. Die Turteltauben sind sozusagen im Alter ihres Züchters.

Leah (Diane Keaton) findet ihren mürrischen Nachbarn Oren Little (Michael Douglas) langsam anziehend...
Clay Enos / Senator Film Verleih Leah (Diane Keaton) findet ihren mürrischen Nachbarn Oren Little (Michael Douglas) langsam anziehend...

Oren Little (Michael Douglas) ist ein verbitterter, zynischer Witwer, der seinen Mitmenschen gern das Leben schwer macht. Dazu bietet sich so manche Gelegenheit, denn dem Immobilienmakler gehört das Mietshaus, von dessen Terrasse aus er Gemeinheiten auf seine Nachbarn abfeuert. Nur die etwa gleichaltrige Sängerin Leah (Diane Keaton) ist für den ungehobelten Klotz von gewissem Interesse. Doch ein eklatanter Mangel an sozialer Kompetenz macht jede Annäherung schwierig. Eines schönen Tages steht Orens Sohn auf der Matte und offenbart seinem Erzeuger, dass er demnächst in den Knast einfahren wird. Auch dazu hat der alte Herr natürlich einen passenden Kommentar auf Lager. Als Luke (Scott Shepherd) ihn bittet, für die Dauer der Inhaftierung auf seine 10-jährige Tochter aufzupassen, reagiert Oren schroff und ablehnend. Er habe schon einmal versucht, ein Kind aufzuziehen, entgegnet er. Und offensichtlich sei es ihm nicht gelungen. Aus Mangel an Alternativen bleibt dem Ruheständler am Ende keine Wahl. Die äußerst aufgeweckte Enkeltochter bringt neuen Schwung in Orens Leben. Und Leah von nebenan ist auf Anhieb verzaubert…

Die romantische Komödie „Das grenzt an Liebe“ ist sicher nicht weltbewegend, aber immerhin bewegend. Die auf ernstem und heiterem Terrain trittsichere Diane Keaton und der herrlich grantelnde Michael Douglas standen zum ersten Mal gemeinsam vor der Kamera. Diesen Legenden zuzuschauen macht auch dann noch Spaß, wenn die Geschichte zwischenzeitlich zwischen Spaß, Tragik und Romanze ein wenig die Orientierung verliert. Für Michael Douglas ist das Thema des Sohnes hinter Gittern übrigens ein sehr persönliches. Womöglich nahm er die Rolle auch deshalb an, weil der Film sehr sensibel mit dieser Problematik umgeht. Zuschauern im Alter der Protagonisten mag es entgegenkommen, dass Rob Reiners Inszenierung im positiven Sinne altmodisch ausfällt. Das heiß aber nicht, dass diese Geschichte nicht Zuschauern aller Altersgruppen schöne Kinomomente bescheren würde. 

Wertung:
Anspruch: 2
Spannung: 3
Action: 2
Humor: 3
Erotik: 1

Verleih: Senator     
Bundesstart: 06. November 2014      
Genre: Romantische Komödie

Mehr Infos unter: www.senator.de/movie/and-so-it-goes

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