Neu im Kino:

Der neue First Avenger-Film: Superhelden am Leipziger Flughafen

Der neueste Streich aus Marvels Superhelden-Welt ist mit Scarlett Johansson, Chris Evans und anderen US-Stars hochkarätig besetzt - und mit Daniel Brühl ist auch ein deutscher Darsteller dabei.

Dieser hochkarätig besetzte Hollywood-Streifen spielt am Leipziger Flughafen - und hat mit Daniel Brühl auch einen deutschen Star besetzt.
Film Frame Dieser hochkarätig besetzte Hollywood-Streifen spielt am Leipziger Flughafen - und hat mit Daniel Brühl auch einen deutschen Star besetzt.

Bei einem Einsatz der Avengers im afrikanischen Lagos geht einiges schief; wobei vor allem die von Elizabeth Olsen verkörperte Scarlet Witch Schuld auf sich lädt. Elf Zivilisten sterben, und die Avengers, deren Aufgabe ja darin besteht, die Menschheit zu schützen, müssen sich vor ihrem Außenminister versammeln. Dort erfahren sie, dass ein Großteil der UN-Staaten einen Vertrag ratifizieren möchte, der vorsieht, die Avengers unter UN-Kontrolle zu stellen.

Einige der Avengers, darunter auch Tony Stark alias Iron Man (Downey Jr.), erklären sich bereit, dem Vertragswerk zuzustimmen; ein anderer Teil der Avengers unter der Führung von Captain America sieht nicht ein, warum die Superhelden-Truppe sich derart in ihren Rechten beschneiden lassen soll. Aus alten Freunden werden Feinde, und alles sieht danach aus, dass sie sich im Kampf einigen müssen. Dabei drohen sie zu übersehen, dass sie mit Baron Zemo (Brühl) einen Gegner haben, den man nur gemeinsam besiegt.

So viele Stars wie nie zuvor

So viele Superhelden, versammelt in einer Szene, das hat wohl selbst das US-Kino mit seinen vielen Heldenadaptionen noch nicht gesehen: In "The First Avenger: Civil War" treffen in einer, ausgerechnet am Leipziger Flughafen gedrehten Mega-Schlacht einige der größten, aus den amerikanischen Marvel-Comics bekannten Figuren aufeinander - Black Widow, Iron Man und Captain America etwa, Ant-Man, Hawkeye oder Falcon.

Dies ist das dritte Abenteuer rund um Captain America, der 2011 erstmals in einem ihm gewidmeten Film über die Leinwand jagen durfte. Captain America, erneut gespielt von Chris Evans, führt mit den Avengers die vielleicht legendärste Supergruppe der Comic-Historie an.

Dass sich ausgerechnet diese im Film heillos zerstreitet, sorgt für einigen Trubel im Marvel-Universum. Die Regie kommt von Anthony und Joe Russo, 2014 bereits verantwortlich für den Vorgänger "The Return of the First Avenger". Weitere Darsteller sind Robert Downey Jr., Jeremy Renner und der Deutsche Daniel Brühl.

Brühl macht seine Sache gut

Nicht nur von deutschen Fans wurde Daniel Brühls Auftritt als Bösewicht Helmut Zemo mit Spannung erwartet. Brühl zwar hat schon in einigen internationalen Produktionen mitgemacht, darunter Filme wie "Das Bourne Ultimatum", "Rush" und "A Most Wanted Man", sein Auftritt aber in "The First Avenger: Civil War" dürfte die internationale Strahlkraft des 37-Jährigen noch verstärken.

Brühl, der hier ja immerhin gegen Namen wie Robert Downey Jr. und Scarlett Johansson antreten muss, macht seine Sache gut. Bleichgesichtig und mit meist leicht verzerrter Mimik versteht es sein Zemo, die Zuschauer im Kinosessel zu ängstigen. Nach diesem Film jedenfalls dürfte Brühl auch pickligen, 15-jährigen Comic-Fans aus den USA oder England etwas sagen.

Seit paar Jahren gehört es zum guten Ton amerikanischer Comic-Adaptionen, dass sich deren Helden zuweilen selbst in Frage stellen. Im jüngst gestarteten "Batman v Superman" sehen sich die beiden Alphatiere der Comicwelt zudem mit den Zweifeln der Öffentlichkeit konfrontiert: Brauchen wir Superhelden und wie können wir deren Machtfülle kontrollieren?

Auch der neue "First Avenger" greift das Thema auf; im Unterschied aber zum sich selbst sehr ernst nehmenden Kino-Duell von Super- und Batman kommt in "Civil War" auch der Humor zu seinem Recht.