Das Kinderzimmer von morgen:

Der Siegeszug der Elektronik geht weiter

Genügsame Klassiker sind schon lange out, ein simples Spielzeugauto reißt heute kaum noch ein Kind vom Hocker. Inzwischen muss es blinken, fauchen, flitzen. Elektronische Komponenten sind bei Spielsachen nicht mehr wegzudenken und werden immer ausgeklügelter.

Der ferngesteuerte Mini-Hubschrauber ist mit einer Videokamera ausgestattet.
Daniel Karmann Der ferngesteuerte Mini-Hubschrauber ist mit einer Videokamera ausgestattet.

Die Roboter werden immer ausgefuchster, ferngesteuerte Flieger immer kleiner, selbst in vielen „klassischen“ Spielsachen sind Ton-, Licht- und Bewegungseffekte eingebaut. Auch die Verbindung mit einem Smartphone oder Tablet ist inzwischen längst keine Ausnahme mehr, wie die Neuheitenschau der Spielwarenmesse in Nürnberg zeigte. Puristische Spielwaren hingegen scheinen eher auf dem Rückzug.

Bereits am Tag vor Beginn der weltweit größten Spielwarenmesse zeigen Unternehmen ihre neuesten Entwicklungen den Medien. Die sind extrem wichtig für die schnelllebige Branche: Nicht einmal die Hälfte aller Spielsachen ist länger als zwei Jahre auf dem Markt, nur jedes zehnte Produkt schafft es, ein Jahrzehnt zu überdauern.

Zugleich machen die Händler in Deutschland etwa die Hälfte ihres Jahresumsatzes mit den Neuheiten. Für sie gilt es daher, in den kommenden Tagen auf der Messe die zugkräftigsten Produkte zu entdecken und zu ordern.

Roboter zum Selbstbauen

In diesem Jahr dürften viele Hightech-Produkte Abnehmer finden. Der Rumpf des kleinsten ferngesteuerten Hubschraubers ist inzwischen nur noch so groß wie das vorderste Glied eines Daumens. Nur unwesentlich länger ist ein Exemplar mit Kamera und MicroSD-Anschluss zum Übertragen der Videoaufnahmen. Andere Fluggefährte können mit Hilfe eines Headsets mit Worten gesteuert werden.

Gut einen Meter groß ist ein Roboter, den Kinder ab zehn Jahren aus verschiedenen Konstruktionsteilen zusammenbauen, bevor sie Bewegungen und Sprache programmieren. Zu kompliziert? „Ach was“, winkt Rick Keuter vom Hersteller Meccano ab. Die Baden-Württemberger bieten in diesem Jahr eine neue, deutlich günstigere Reihe an Baukästen an, mit denen Themen wie Solarenergie „nicht oberlehrerhaft, sondern spielerisch“ verständlich werden sollen.

Weniger didaktisch sind Dinosaurier-Roboter, die ebenfalls mit Sensoren gespickt auf Rädern durch die Gegend düsen. Zieht man sie am Schwanz, fauchen sie und schnappen, bevor sie wieder einem Ball hinterherflitzen oder tanzen.

Moderne Technologien kommen auch in Spielsachen für deutlich jüngere Kinder zum Einsatz. So gibt es unter anderem einen Plüsch-Eisbären, der nicht nur auf bestimmte Fragen antwortet. Er kommentiert auch an den passenden Stellen die Geschichten, die das Kind sich von der dazu gehörenden App von seinem Smartphone vorlesen lässt.

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