Neu im Kino:

Devid Striesow begibt sich als Hape Kerkeling auf Sinnsuche

„Ich bin dann mal weg“ von Hape Kerkeling ist eines der meistverkauften Sachbücher Deutschlands. Zu Heiligabend kommt die Verfilmung in die Kinos  – mit einigen Schwächen, aber einem überzeugenden Hauptdarsteller.

Stella (Martina Gedeck) und Hape (Devid Striesow) wandern auf dem Jakobsweg. „Ich bin dann mal weg“ startet zu Heiligabend in den deutschen Kinos.
Warner Bros. Pictures Stella (Martina Gedeck) und Hape (Devid Striesow) wandern auf dem Jakobsweg. „Ich bin dann mal weg“ startet zu Heiligabend in den deutschen Kinos.

Dieser Film könnte ein großer Erfolg werden, beruht er doch auf dem Bestseller „Ich bin dann mal weg“ von Hape Kerkeling und ist top besetzt mit Devid Striesow, Martina Gedeck und Annette Frier. Außerdem kommt das Werk pünktlich zu Weihnachten ins Kino, wenn viele Menschen frei haben und in Lichtspiellaune sind.

Für die Verfilmung von Kerkelings Jakobsweg-Erlebnisbericht gibt es viele mögliche Kinogänger – das Buch wurde laut Verlag mehr als fünf Millionen mal verkauft. Das Werk von 2006 gilt als das erfolgreichste deutsche Sachbuch der Nachkriegszeit.

Der Film zieht sich dahin

Im Buch „Ich bin dann mal weg“ schildert der Komiker aus dem Ruhrgebiet nach Hörsturz und Gallenblase-Entfernung seine Auftritts-Auszeit und Pilgerreise in Spanien.

Das wäre womöglich tiefgründig und still verfilmbar gewesen. Doch die Regisseurin Julia von Heinz („Hannas Reise“, „Hanni und Nanni 2“) hat 90 fast quälende Minuten geschaffen. Ständig redet die Figur Kerkeling aus dem Off, verbreitet ihre „Erkenntnisse des Tages“, die irgendwo zwischen Poesiealbum-Eintrag und Kalenderspruch liegen. Das mag sich im Buch philosophisch lesen, im Film wirkt es eher peinlich. 

Trotz alledem schlägt sich Hauptdarsteller Devid Striesow wacker. Ob am Anfang beim Zusammenbruch oder später weinend beim Wandern – man nimmt ihm den Kerkeling ab. Auch Katharina Thalbach ist als Hapes „Omma“ in den Rückblenden herzerwärmend.

„Ich bin dann mal weg“, D 2015, 90 Min., FSK 0. Regie: Julia von Heinz. Darsteller: Devid Striesow, Martina Gedeck, Karoline Schuch, Katharina Thalbach, Annette Frier

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