Neu im Kino:

Diana

Oliver Hirschbiegels Film über die Prinzessin von Wales macht Dianas Einsamkeit und das Gefühl des Ungeliebtseins nachvollziehbar und zeigt, was es in der Praxis bedeutet, eines der bekanntesten Gesichter dieser Welt mit sich herumzutragen.

Naomi Watts (l) als Lady Di in einer Szene des Biopic über die 1997 verstorbene Lady Di (undatierte Filmszene) und Prinzessin Diana vor der britischen Fahne in Pakistan.
Concorde Filmverleih/EPA/PA Naomi Watts (l) als Lady Di in einer Szene des Biopic über die 1997 verstorbene Lady Di (undatierte Filmszene) und Prinzessin Diana vor der britischen Fahne in Pakistan.

Das Drama „Diana“ über die letzten Jahre im Leben der allseits beliebten Prinzessin von Wales, das von dem deutschen Regisseur Oliver Hirschbiegel („Der Untergang“) in Szene gesetzt wurde, stieß bei den meisten Kritikern auf Ablehnung. Aber auch das Publikum blieb aus, sogar (oder gerade?) in Großbritannien. Wenn man den Film dann unter diesen negativen Vorzeichen zu Gesicht bekommt, erweist er sich als weitaus stärker als befürchtet.

Die Einsamkeit dringt Diana (Idealbesetzung: Naomi Watts) aus jeder Pore. Gleichzeitig genießt es die junge Frau, endlich die Türen hinter sich schließen zu können, weg von den geifernden Paparazzi und den aufgeregten Fans. In diesem Leben gehört sie nirgendwohin, schon gar nicht an die Seite ihres Mannes Charles, der sie nach Strich und Faden betrügt. Als Diana den Herzchirurgen Dr. Hasnat Khan (Naveen Andrews aus “LOST”) kennenlernt, werden große Gefühle in ihr ausgelöst. Aber das Paar muss seine neu gewonnene Liebe natürlich streng geheim halten…

Man hätte sich alles so einfach machen können. Sechzehn Jahre nach Dianas Tod hätte ein herzerwärmendes Melodram, das filmische Adäquat zu einem hübsch bemalten „Royals“-Teller, sicherlich ein dankbares Publikum gefunden. Oliver Hirschbiegels gründlich recherchierter Film macht vieles richtig. Unprätentiös und authentisch vermittelt er dem Zuschauer ein sicheres Gefühl für die Diana hinter den Schlagzeilen, den echten Menschen eben. 

Es ist ein starker Moment, wenn Diana sich beim Abschied aus dem Pariser Hotel noch einmal umdreht und kurz verharrt. Sie hat (das ist verbürgt) ihr Handy und ihre Handtasche liegen gelassen. Sie scheint zu ahnen, dass sie diese Dinge nicht mehr brauchen wird. Diana, auch das ist Thema, engagierte sich mit Leib und Seele gegen die Landminen in Bürgerkriegsgebieten. Den heimischen Minenfeldern der Hofschranzen und der Medien konnte sie aber nie wirklich entkommen.   

Wertung:
Anspruch: 3
Spannung: 2
Action: 1
Humor: 1
Erotik: 1

 

Verleih: Concorde     
Bundesstart: 09. Januar 2014    
Genre: Drama / Biografie

Mehr Infos unter: www.diana-derfilm.de

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