Neu im Kino:

Die Bestimmung – Insurgent

Chicago nach einem apokalyptischen Krieg. Die Menschheit wird in fünf Fraktionen unterteilt. Je nach ihren vorherrschenden Wesenseigenschaften müssen sich alle 16-jährigen endgültig einer der Familien anschließen. Vor einem Jahr führte „Divergent“ den Kinogänger in dieses Szenario ein. Nun wird weiter gekämpft und intrigiert.

Jeanine (Kate Winslet) ist die Anführerin der KEN.
Andrew Cooper/Concorde Jeanine (Kate Winslet) ist die Anführerin der KEN.

Tris (Shailene Woodley) ist eine Unbestimmte und stellt damit eine unberechenbare Bedrohung für die Diktatur dar. Nach dem Willen von Jeanine Matthews (Kate Winslet), der nach Höherem strebenden Anführerin der Ken-Fraktion, soll sie entfernt werden wie ein bösartiger Tumor. Deshalb ist das Mädchen inklusive Freund Four (Theo James) nun auf der Flucht vor den Häschern des Systems. Bei den im ländlichen Raum angesiedelten, friedlichen Amite-Leuten finden sie vorerst Unterschlupf. 

Jeanine verfolgt indes ein neues Lieblingsprojekt. Sie ist in den Besitz einer mysteriösen, fünfeckigen Box gelangt, auf der die Symbole der fünf Fraktionen prangen. Um das Geheimnis des Artefakts zu ergründen, bedarf es zweifellos der Mitarbeit der Unbestimmten. Die Ken-Anführerin bläst zur Jagd auf die letzten Exemplare dieser Art. Auf sie warten Prüfungen, die tödlich enden können. Ob Jeanine das Ergebnis ihrer Forschung am Ende befriedigen wird, bleibt abzuwarten.      

Nicht-Insider lässt „Insurgent“ kalt

Der schwäbische Hollywood-Export Robert Schwentke, Regisseur von Filmen wie „Flightplan“ und „Die Frau des Zeitreisenden“, übernahm den Regiestuhl von Neil Burger („Ohne Limit“), der den ersten Teil inszeniert hatte. Die Handlungen schließen beinahe nahtlos aneinander an. Wer das erste Kapitel verpasst hat, dürfte einige Schwierigkeiten damit haben, sich in diesem Universum zurechtzufinden. Schwentkes visuelles Konzept geht voll auf, von der scheinbaren Harmonie des Landlebens der Amite bis zu den grandiosen Zerstörungsorgien in Tris´ Visionen ist jedes (3D-)Bild großes Kino. Allerdings muss man die Liebe zu den Figuren wohl schon aus den Büchern mitbringen, um diesen Film genießen zu können. Zumindest den Nicht-Insider lässt „Insurgent“ überraschend kalt. Auch die Sinnhaftigkeit des Geschehens erschließt sich nur teilweise. Dafür gilt es, einige dramaturgische Durststrecken zu überwinden, die fast ohne Spannung auskommen.

Den dritten Teil von Veronica Roths Saga wird man, wie mittlerweile beinahe obligatorisch, gleich zu zwei Kinofilmen verarbeiten. Dann wird der Zuschauer einen Blick hinter die Mauer erhaschen, die das zerstörte Chicago umgibt. Wenn dort nicht endlich Unmengen großer Abenteuer lauern, darf man ein wenig skeptisch sein.   

Wertung:
Anspruch: 2
Spannung: 3
Action: 3
Humor: 0
Erotik: 1

Verleih: Concorde Film    
Bundesstart: 19. März 2015      
Genre: Science Fiction

Mehr Infos unter: www.thedivergentseries.com

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