:

dokumentART startet am 18. Oktober

Brisante politische Themen bilden 2013 einen Schwerpunkt beim Europäischen Dokumentarfilmfestival dokumentART in Stettin und in Neubrandenburg. Dabei verschwimmen die Grenzen zwischen Dokumentar- und Spielfilmen immer weiter.

Die beiden Festivalleiter Bartosz Wojcik (Stettin) und Caroline Walke (Neubrandenburg) haben für ihr deutsch-polnisches Publikum ein vielseitiges Programm vorbereitet.
Ralph Schipke Die beiden Festivalleiter Bartosz Wojcik (Stettin) und Caroline Walke (Neubrandenburg) haben für ihr deutsch-polnisches Publikum ein vielseitiges Programm vorbereitet.

Nein, es ist nicht die große Trauer ausgebrochen. Zum Beispiel über das letzte  EU-geförderte Jahr des Neubrandenburger Dokumentarfilm-Festivals. Dazu gab es bei der dokumentART in der Vergangenheit schon zu oft ein Auf und Ab, wenn es um Unterstützer, Förderer und das liebe Geld für das europäische Filmfest in Neubrandenburg ging. Die beiden Festivalleiter Caroline Walke (Neubrandenburg) und Bartosz Wojcik (Stettin) traten mit viel Vorfreude vor die Presse und gaben sich siegessicher, dass auch der 22. Ausgabe in einem Jahr eine weitere folgen wird. Selbst wenn die aktuelle Förderperiode in Brüssel dann zu Ende sein wird. Filme aus und über China neu im Programm

Rahmenprogramm in Stettin wesentlich größer

An der Tollense bekommt das Publikum vom 18. bis 22. Oktober 872 Filmminuten im Wettbewerb zu sehen, ebenso wie in Stettin. Doch in der polnischen Metropole ist das Rahmenprogramm deutlich größer und umfangreich als in der Viertorestadt. In Stettin sei auch ein viel größeres Publikum auf zehn Leinwänden zu bespielen, begründet Festivalchef Wojcik diesen nicht unerheblichen Unterschied.

Start mit „BB King – The Life of Riley“

Dafür lässt es die dokumentART in Neubrandenburg zur Eröffnung in der Konzertkirche gleich so richtig krachen. Sie hat den Blues. Dazu gibt es den Musikfilm „BB King – The Life of Riley“ (Großbritannien 2013/Regie: Jon Brewer). Neben der Dokumentation über das Leben der Blues-Legende erschallt im musikalischen Backsteingemäuer Live-Musik von EB Davis und seiner Superband. Davis hat selbst mit BB King zusammen auf der Bühne gestanden. Ein grandioser Auftakt des diesjährigen Festivals bahnt sich also am Freitag in einer Woche an.

Fünf Weltpremieren

Im Wettbewerb sind fünf Weltpremieren, 14 Deutschland-Premieren und 24 Polen-Premieren zu erleben. Insgesamt haben es 46 Filme in den Wettbewerb geschafft. 28 Filmemacher werden ihre Arbeiten persönlich in Neubrandenburg und Stettin vorstellen.

Auf die Frage, ob sich für Neubrandenburger der Weg auf die Stettiner dokumentART lohnt, antwortet Bartosz Wojcik mit einem klaren „Ja“. Filmfreunde aus der Grenzregion seien schon lange regelmäßige Besucher beim veranstaltenden Verein OFFicyna. Es würden auch für einige Programme in Polen deutsche Übersetzungen angeboten. Und die Musikbeiträge seien sowieso international, lädt Bartosz Wojcik alle Cineasten ein.

 

Weiterführende Links