17-Jähriger überzeugt RTL-Zuschauer:

Falcos Herrchen ist „Supertalent“ 2013

Kurz vor Weihnachten hat RTL wieder ein Supertalent gekürt. Zum zweiten Mal in vier Jahren ist es ein Hundedresseur. Der Poptitan überraschte in der Sendung mit einer ganz privaten Bitte ans Publikum.

Ein Herz und eine Seele: Lukas und Falco gaben alles und hatten am Ende die Nase - bzw. Schnauze - vorn.
Henning Kaiser Ein Herz und eine Seele: Lukas und Falco gaben alles und hatten am Ende die Nase - bzw. Schnauze - vorn.

Lukas Pratschker (17) und sein Hund Falco aus Wien haben mit einer Dressurnummer die RTL-Castingshow „Das Supertalent“ gewonnen. Der österreichische Schüler bekam am Samstagabend von den Fernsehzuschauern mehr als 25 Prozent der Stimmen und setzte sich damit gegen die anderen neun Finalisten durch. Auf dem zweiten und dritten Platz landeten der Jongleur Torsten Ritter (23) aus Erfurt und die 15 Jahre alte Sängerin Viviana Grisafi aus Offenbach.

4,44 Millionen Menschen interessierten sich für das Finale, 100 000 mehr als vor einem Jahr bei der sechsten Staffel. Bei „Wetten, dass..?“ waren im ZDF zeitgleich 6,88 Millionen dabei. Immerhin siegte RTL beim fürs Privat-TV wichtigen Publikum zwischen 14 und 49 Jahren mit einem Marktanteil von 20,5 Prozent im Vergleich zu 16,4 Prozent bei „Wetten, dass..?“.

„Ist mein Deutsch wirklich so schlecht?“

Sieger Pratschker gewann neben 100 000 Euro auch einen Auftritt in der Showmetropole Las Vegas. Auch 2009 war die Sendung von einem Hundedresseur gewonnen worden. Dessen Hund erlitt allerdings bald darauf ein Burnout und konnte nicht mehr auftreten. Juror Guido Maria Kretschmer betonte, man sehe der Nummer an, dass Lukas seinen Falco „mit Liebe und Sympathie“ behandele. Jurypräsident Dieter Bohlen – „der Alpharüde im Juryrudel“ – meinte: „Es ist wirklich unglaublich, was du mit diesem Hund da anstellst. Mein absoluter Respekt.“

Für Bohlen hat die diesjährige Staffel bewiesen: „Deutschland hat super Talente.“ Der in New York geborene Juror Bruce Darnell schloss sich an. Mehrmals entfuhr ihm der Ausruf: „Das ist die Hammer!“ Zweifel kamen ihm nur in einem Punkt: „Ist mein Deutsch wirklich so schlecht?“

Nach monatelangem Sieben konnte die Jury an diesem Vorweihnachtsabend die Früchte ihrer Arbeit genießen. Kaum jemand musste noch zusammengefaltet werden. Eine Favoritin der Jury war die 15 Jahre alte Viviana Grisafi. Dass es für sie am Ende nicht reichte, führte Bohlen auf fehlende Mitleidsstimmen zurück: „Du hast kein Glasauge und kein Holzbein.“ Die Reihe ist bekannt für ihren hohen Witwen- und Waisengehalt.

"Rache für diese NSA-Scheiße"

In dieser Staffel musste sogar der robuste Bohlen ein paar Tränen verdrücken, was Moderator Daniel Hartwich zu der Charakterisierung „eine Schale aus Poptitan und ein Kern aus flüssigem Gold“ inspirierte. Bohlen wandte sich diesmal mit einer privaten Bitte an das TV-Publikum: Als Weihnachtsgeschenk für seine zweieinhalbjährige Tochter suche er das vergriffene Buch „Siggi auf dem Bauernhof“.

Weniger freundlich äußerte sich Hartwich über die singende Finalistin Heidi Schimiczek: Sollte sie nach Las Vegas fahren, wäre das „die Rache für diese NSA-Scheiße“, meinte er. Dieter Bohlen will seinen nächsten Tinnitus nach ihr benennen.

Für die achte Staffel im nächsten Jahr sucht Bohlen normale Leute, die irgendetwas Besonderes können, zum Beispiel mit den Ohren pfeifen. „Mehr deutsches Talent“ wünscht er sich auch. Und dann, glaubt er, sollten zehn Jahre „Supertalent“ kein Problem sein.

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