Erinnerung an Berlin-Jahre:

Gedenktafel für David Bowie enthüllt

Anfang Januar war der Pop-Superstar verstorben. Jetzt erinnert eine Gedenktafel an die Zeit des Sängers in Berlin.

Die Enthüllung der Tafel zu Ehren David Bowies zog zahlreiche Menschen an.
Kay Nietfeld Die Enthüllung der Tafel zu Ehren David Bowies zog zahlreiche Menschen an.

Vierzig Jahre nach David Bowies hochkreativer Berlin-Zeit putzt sich die Hauptstadt als Pilgerstätte für Fans des Anfang Januar gestorbenen Pop-Superstars heraus. An der Wand des Hauses Hauptstraße 155 im Stadtteil Schöneberg enthüllte der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) am Montagvormittag eine Gedenktafel aus weißem Porzellan. Sie erinnert an Bowies Aufenthalt in der damaligen Frontstadt zwischen 1976 und 1978.

Der bereits weltweit erfolgreiche britische Sänger entwarf in Berlin die drei bahnbrechenden Alben „Low“, „Heroes“ und „Lodger“ und nahm sie zum Teil in den Kreuzberger Hansa-Studios nahe der Mauer auf. Diese Platten gelten wegen ihrer futuristischen Klangästhetik als Schlüsselwerke der Popmusik. Aus dieser Phase stammt mit „Heroes“/„Helden“ auch einer der berühmtesten Bowie-Songs - „der einzige wichtige Pophit, der von der Mauer handelt“, wie Bowie-Biograf Tobias Rüther bei der Zeremonie sagte.

Dauerhaft Prägendes für Berlin geschaffen

Müller betonte, Bowies „Berliner Trilogie“ sei in die Berliner Musikgeschichte eingegangen. „Darauf muss man kommen - vielleicht kannte er die Stadt nicht so gut“, sagte der SPD-Politiker über den letztlich erfolgreich umgesetzten Plan des Künstlers, in der damaligen Heroin-Metropole Berlin von den Drogen loszukommen. Dass Bowie schon gut sieben Monate nach seinem Tod mit einer Gedenktafel geehrt wird und nicht wie üblich frühestens nach fünf Jahren Bedenkzeit, begründete Müller so: „Bei David Bowie sind wir uns sicher“, dass er dauerhaft Prägendes für Berlin geschaffen hat.

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