Ein Traditionskino in neuem Glanz:

Glamour im wiedereröffneten Zoo Palast

Stars wie Romy Schneider und James Stewart feierten ihre Filmpremieren in diesem Berliner Traditionskino. Nach langer Sanierungszeit wird es jetzt wiedereröffnet.

Auch der Saal 1 des Traditionskinos Zoo Palast in Berlin erstrahlt wieder in neuem Glanz.
Britta Pedersen Auch der Saal 1 des Traditionskinos Zoo Palast in Berlin erstrahlt wieder in neuem Glanz.

Wasserspiele vor dem Film, Logen mit Kellnerservice und der Charme der 50er Jahre: Das Berliner Traditionskino Zoo Palast wird am 27. November wiedereröffnet. Der ursprünglich 1957 erbaute Filmpalast wurde denkmalgerecht saniert und gleichzeitig mit modernster Technik ausgestattet. Ziel sei es gewesen, die Tradition und Seele des Kinos zu erhalten, sagte Betreiber Hans-Joachim Flebbe, Gründer und ehemaliger Vorstand der Cinemaxx-Kinokette. Künftig wird der Zoo Palast zwischen Gedächtniskirche und Bahnhof Zoo auch wieder Berlinale-Kino sein. In der langen Geschichte des Kinos schritten dort schon Stars wie Romy Schneider, Gina Lollobrigida, James Stewart und Sophia Loren über den roten Teppich. Zur ersten Promi-Premiere im restaurierten Filmpalast wird am 11. Dezember Ben Stiller mit seiner Komödie „Das erstaunliche Leben des Walter Mitty“ erwartet.

Die typische Fliesenfassade des Baus von Kino-Architekt Gerhard Fritsche (1916-1965) wurde ebenso erhalten wie der Linoleumboden im denkmalgeschützten Foyer. Im bis zu 850 Plätze umfassenden Großen Saal wurden Original-Hölzer wiederverwendet. Die Wandbespannung ist ebenso wie der dunkelrote Prachtvorhang aus Samt in dunklem Rot gehalten. Daneben gibt es neben zwei weiteren Vorhängen als Spezialeffekt einen Wasservorhang.

In Norwegen gefertigte, zweifarbige Ledersessel sorgen ebenso für Komfort wie Bedienungsservice in den Logen. „Wir wollten das Kino zelebrieren“, so Flebbe. Filme können im Zoo Palast in sieben Kinos mit insgesamt 1650 Plätzen geschaut werden.

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